Zwei Männer nach Messerangriff am Görlitzer Park verletzt, Täter festgenommen

Zwei Männer wurden in der Nacht zum 18. Juli im Bereich des Görlitzer Parks von einem 22-Jährigen mit einem Messer verletzt, der daraufhin festgenommen wurde

Zwei Männer nach Messerangriff am Görlitzer Park verletzt, Täter festgenommen
Symbolfoto · Foto: Julien Dumas / Unsplash

In der Nacht zum 18. Juli 2026 kam es im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu einem schweren Messerangriff, bei dem zwei Männer verletzt wurden. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Görlitzer Parks an der Skalitzer Straße. Beide Opfer, 25 Jahre alt, mussten nach den Stichen stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter, einen 22-jährigen Mann, noch während des Einsatzes fest und sicherte die Tatwaffe.

Der 22-Jährige soll in der Nacht zunächst im Parkgebiet unterwegs gewesen sein und mehrere Personen angesprochen haben, wobei er Streit provozierte. Anschließend ging er auf einen der 25-Jährigen zu und stach unvermittelt auf ihn ein. Als die Begleiterin des Opfers einschritt, ließ der Angreifer von ihm ab. Der Verletzte erlitt eine Stichwunde am Rücken. Noch während die Einsatzkräfte vor Ort waren, meldete sich ein zweiter 25-Jähriger mit einer Verletzung am Unterarm. Auch er gab an, vom selben Verdächtigen angesprochen und mit dem Messer verletzt worden zu sein.

Sicherstellung der Tatwaffe und Drogentest

Bei dem festgenommenen Mann stellten die Beamten ein Messer sicher, das nun als mutmaßliche Tatwaffe forensisch geprüft wird. Da der Verdacht besteht, dass der 22-Jährige zum Zeitpunkt der Tat unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, wurde ihm auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Blut abgenommen. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen.

Kontext: Nachtsperre und Waffenverbotszonen

Der Görlitzer Park ist seit Anfang 2026 nachts gesperrt, um Kriminalität und Drogenhandel in dem Bereich einzudämmen. Diese Maßnahme war Teil einer politischen Debatte um die Sicherheit im öffentlichen Raum. Dennoch kam es auch nach der Einführung der Sperrung zu Vorfällen wie diesem. Seit Dezember 2024 gelten in Berlin zudem offizielle Waffen- und Messerverbotszonen, zu denen unter anderem der Görlitzer Park und das Kottbusser Tor zählen. In diesen Gebieten ist das Führen von Waffen und Messern ohne berechtigtes Interesse streng untersagt.

Trotz des aktuellen Vorfalls verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für das erste Quartal 2026 einen Rückgang der Messerangriffe in Berlin um etwa 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2025 waren in der Hauptstadt insgesamt 3.599 Fälle registriert worden, was einem Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber 2024 entsprach. Der Görlitzer Park bleibt jedoch weiterhin ein Fokus der polizeilichen Strategie, da lokale Spannungen trotz des allgemeinen statistischen Rückgangs anhalten. Die Ermittlungen gegen den 22-Jährigen laufen.