Zwei Brände bei Genthin, Kripo sucht nach Brandstifter
Die Kriminalpolizei ermittelt nach zwei Waldbränden bei Genthin wegen des Verdachts der Brandstiftung und bittet um Hinweise
Am 23. Juli brannte es innerhalb weniger Stunden an zwei verschiedenen Orten im Raum Genthin. Die Feuerwehr musste in beiden Fällen ausrücken, da sich Waldflächen in Flammen befanden. Insgesamt waren rund 4.000 Quadratmeter betroffen. Die Kriminalpolizei hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 16:10 Uhr im Bereich Birkheide. Insassen eines vorbeifahrenden Fahrzeugs hatten Flammen und Rauch am Sandweg nahe einer Kleingartenanlage bemerkt. Sie hielten an und wählten den Notruf, doch durch den Wind breitete sich das Feuer bereits im Waldstück aus. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannten rund 500 Quadratmeter. Nur wenige Stunden später, gegen 20:15 Uhr, meldete eine 62-jährige Zeugin ein weiteres Feuer im Waldgebiet entlang der B107 zwischen Hüttermühle und Mützel. Hier nahm das Geschehen größere Ausmaße an, die Flammen griffen auf eine Fläche von rund 3.500 Quadratmetern über.
Kräfte im Großaufgebot im Einsatz
Um die Brände zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Genthin, Altenplathow und Mützel an. Insgesamt kamen 93 Einsatzkräfte mit 22 Fahrzeugen zusammen, um die Flächen unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Polizei sucht Zeugen
Die Kriminalpolizei hat an beiden Brandorten die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung übernommen. Zeugen, die am 23. Juli an den jeweiligen Einsatzorten verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu möglichen Tätern geben können, werden gebeten, sich bei den Behörden zu melden. Hinweise nehmen die Polizeireviere in Burg und Genthin unter der Telefonnummer 03921 / 920-0 entgegen. Die Polizei Sachsen-Anhalt informiert zudem über ihre Social-Media-Kanäle und WhatsApp, um die Bevölkerung aktuell zu halten.