Zoll am BER führt 2025 deutlich mehr Kontrollen durch

Der Zoll am Flughafen BER hat 2025 die Kontrollen deutlich ausgeweitet und dabei rund 9.300 Verstöße festgestellt, besonders bei Tabak aus der Türkei und Gold aus Dubai

Zoll am BER führt 2025 deutlich mehr Kontrollen durch
Symbolfoto · Foto: Daniel Schludi / Unsplash

Der Zoll am Hauptstadtflughafen BER hat im vergangenen Jahr deutlich an Intensität zugelegt. Laut einer Sprecherin des Hauptzollamtes Potsdam wurden im Jahr 2025 rund 662.000 Kontrollen durchgeführt. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch knapp 500.000. Dieser Anstieg korreliert direkt mit dem gestiegenen Passagieraufkommen, das den Flughafen 2025 erstmals wieder auf über 26 Millionen Reisende brachte.

Die erhöhte Kontrollfrequenz hat ihre Spuren hinterlassen. Die Beamten stellten im vergangenen Jahr rund 9.300 Verstöße fest, während es im Vorjahr noch etwa 7.700 gewesen waren. Den größten Anteil an diesen Verstößen machten unverzollte Tabakeinfuhren aus. Auch bei der Einfuhr von Gold, insbesondere bei Flügen aus Dubai, häuften sich die Auffälligkeiten.

Risikobasierte Einsätze gegen organisierte Kriminalität

Die Auswahl der zu kontrollierenden Gepäckstücke erfolgte nicht willkürlich, sondern basierte auf konkreten Lageerkenntnissen. „Infolge des gestiegenen Passagieraufkommens am BER wurden automatisch mehr Gepäckstücke kontrolliert“, erklärte die Sprecherin. Doch die Strategie geht über reine Mengenkontrolle hinaus: „Entscheidend ist, dass der Zoll Risiken erkennt und Straftaten aufdeckt und organisierte Kriminalität bekämpft.“

Ein spektakulärer Einzelfall verdeutlicht das Ausmaß der Schmuggelversuche, mit denen die Beamten konfrontiert sind. Bereits im November 2025 sicherte der Zoll am BER knapp 80.000 Zigaretten aus dem illegalen Handel. Solche Funde zeigen, wie professionell Schmuggler vorgehen und wie wichtig die risikobasierte Analyse des Hauptzollamtes Potsdam für die Sicherheit am Drehkreuz in Schönefeld ist.

Die Verstöße gegen die Einfuhrvorschriften haben weitreichende Konsequenzen. Neben der Beschlagnahmung der Ware führen sie in der Regel zu Steuerstrafverfahren und können hohe Geldstrafen nach sich ziehen. Besonders die Routen aus der Türkei und Dubai stehen dabei im Fokus der Ermittler, da hier die Wahrscheinlichkeit für illegale Warenströme am höchsten ist.