Zivilcourage beendet Messerangriff auf 36-Jährigen in Berlin-Kreuzberg am frühen Sonntagmorgen

Ein 36-Jähriger wurde am frühen Sonntagmorgen in Berlin-Kreuzberg von drei Männern mit einem Messer am Auge schwer verletzt, bis ein mutiger Passant eingriff

Ein 36-jähriger Mann ist in Berlin-Kreuzberg bei einem nächtlichen Überfall schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des heutigen Sonntags, dem 19. Juli 2026, gegen 4:50 Uhr. Der Betroffene befand sich auf dem Gehweg an der belebten Ecke von Görlitzer Straße und Skalitzer Straße, kurz vor einem Imbiss, als er unvermittelt von drei bisher unbekannten Männern umringt und angegriffen wurde.

Nach Angaben der Polizei zog einer der Angreifer ein Messer und verletzte den 36-Jährigen am Auge. Die Schwere der Verletzung erforderte eine sofortige stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus. Der Angriff fand in einem Abschnitt statt, der historisch als Teil des Innenstadtrings bekannt ist und durch die älteste U-Bahn-Strecke Deutschlands geprägt wird, die direkt unter der Straße verläuft.

Zivilcourage beendet Gewalt

Der Überfall endete nur durch das Eingreifen eines Spaziergängers, der laut Polizeiangaben mutig dazwischenging und die Täter zur Flucht veranlasste. Die drei Männer konnten sich daraufhin in unbekannte Richtung absetzen. Der mutige Zivilist wurde von den Beamten als entscheidender Faktor für die Beendigung der Tat gewürdigt, auch wenn sein Name aus Datenschutzgründen nicht weiter bekanntgegeben wurde.

Häufung von Gewalttaten in der Nacht

Der Angriff in der Nähe des denkmalgeschützten U-Bahnhofs Görlitzer Bahnhof steht im Kontext einer besorgniserregenden Entwicklung in der unmittelbaren Umgebung. Bereits in der Nacht zuvor waren in derselben Gegend weitere Messerangriffe verübt worden, bei denen zwei weitere Männer verletzt wurden. Diese Häufung von Gewalttaten innerhalb weniger Stunden unterstreicht die angespannte Lage in diesem verkehrsreichen Abschnitt der rund 2000 Meter langen Hauptstraße.

Die Ermittlungen hat das Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernommen, das für Berlin-Mitte und angrenzende Bezirke zuständig ist. Die Polizei bittet nun um Mithilfe und sucht nach Zeugen, die den Vorfall oder die flüchtigen Täter gesehen haben könnten. Die Skalitzer Straße, auf deren Mittelstreifen die U-Bahn-Linien U1 und U3 verkehren, bleibt weiterhin ein Ort, an dem die Sicherheitsbehörden besonders wachsam sind.