Verdächtiger nach Angriff am S-Bahnhof Neukölln in Haft
Nach einer brutalen Attacke am S-Bahnhof Neukölln hat ein Richter Untersuchungshaft gegen einen der beiden mutmaßlichen Täter angeordnet. Der 39-jährige Angreifer gilt als fluchtgefährdet und ist bereits polizeibekannt
In der Nacht auf Mittwoch kam es am S-Bahnhof Neukölln zu einer brutalen Attacke, die einen 35-jährigen Mann schwer verletzt hat. Laut Polizei war es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen, bevor zwei Männer im Alter von 35 und 39 Jahren den Reisenden zu Boden rissen. Während der 35-Jährige nach der Tat zunächst wieder von dem Opfer abließ, trat der 39-Jährige weiterhin auf den am Boden Liegenden ein und schlug ihn.
Das Opfer erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden, wo es medizinisch versorgt wurde. Die Polizei bestätigte, dass der Mann nach der Behandlung wieder entlassen werden konnte. Die Ermittlungen gegen die beiden mutmaßlichen Täter laufen nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Bundespolizei sicherte vor Ort Videoaufnahmen, die als wichtige Beweismittel dienen sollen.
Haftentscheidung und Fluchtgefahr
Gegen den 39-jährigen mutmaßlichen Täter hat ein Haftrichter Untersuchungshaft angeordnet. Der Richter begründete die Entscheidung mit der Fluchtgefahr sowie der Tatsache, dass der Mann bereits polizeibekannt ist und Vorstrafen vorliegen. Die genauen Details zu den früheren Verurteilungen wurden von den Behörden nicht öffentlich gemacht, doch das Vorliegen einer Haftgründung verdeutlicht die Schwere des Vorwurfs und das Risiko eines erneuten Entweichens.
Der 35-jährige mutmaßliche Täter befindet sich hingegen wieder auf freiem Fuß. Da gegen ihn keine vergleichbaren Haftgründe wie Fluchtgefahr oder eine ähnliche Vorstrafenbelastung festgestellt wurden, kam es zu keiner Anordnung von Untersuchungshaft. Beide Männer sind laut den aktuellen Ermittlungsergebnissen bulgarische Staatsangehörige.
Brennpunkt am Bahnhof
Der Überfall ereignete sich gegen 1:30 Uhr in der frühen Morgenstunden am S-Bahnhof Neukölln. Der Ort ist in der Vergangenheit bereits mehrfach als Schauplatz von Gewalttaten in den frühen Morgenstunden bekannt geworden. Die Behörden prüfen nun intensiv die gesicherten Videoaufnahmen, um nicht nur die Identität der beiden Festgenommenen zu bestätigen, sondern auch um mögliche weitere Tatbeteiligte oder Zeugen ausfindig zu machen. Die Ermittlungen zur Aufklärung des brutalen Angriffs dauern an.