Duo nach Betäubung und Raub in Lichterfelde gefasst

Ein 18-jähriges Mädchen und ein 26-jähriger Mann haben eine 65-Jährige in Lichterfelde mit einem Schlafmittel betäubt und ausgeraubt, bevor die Polizei die beiden Verdächtigen in Spandau festnahm

Duo nach Betäubung und Raub in Lichterfelde gefasst
Symbolfoto · Foto: Elena Crobu / Unsplash

Vertrauensmissbrauch in Lichterfelde

In Berlin-Lichterfelde hat die Polizei ein mutmaßliches Verbrechen aufgeklärt, bei dem eine 65-Jährige durch Betäubungsmittel handlungsunfähig gemacht und ausgeraubt wurde. Die Tat ereignete sich am Dienstagabend, den 22. Juli 2026, gegen 19:30 Uhr im Haus im Drei-Zinnen-Weg. Zwei Verdächtige, ein 18-jähriges Mädchen und ein 26-jähriger Mann, hatten die Seniorin zunächst unter dem Vorwand eines gemeinsamen Trinks in ihre Wohnung gelockt. Beide stehen in einem Bekanntenverhältnis zum Sohn der Opferin, was ihnen den Zugang zur Wohnung erleichterte.

Während des Treffens sollen die beiden den Getränken der Seniorin unbemerkt schläfrig machende Mittel beigefügt haben. Die Opferin erinnerte sich an die Stunden nach dem Trinken nur noch lückenhaft. Auffällig ist, dass die Täter um 21:30 Uhr die Wohnung kurzzeitig verließen, um den Hund der Seniorin mitzunehmen, das Tier jedoch zurückbrachten, bevor die Frau vollständig einschlief. Dies könnte auf eine geplante Ablenkung oder eine Testphase der Wirkung der Substanzen hindeuten. Als die Frau am Mittwochmorgen aufwachte, stellte sie fest, dass ihre Haustür offen stand und Bargeld fehlte.

Festnahme in Spandau und Ermittlungen

Die alarmierte Polizei konnte die Ermittlungen zügig abschließen. Noch am Mittwoch, dem Tag nach der Tat, nahmen Einsatzkräfte die beiden Verdächtigen in Berlin-Spandau fest. Gegen das Duo wird nun wegen schweren Raubs (§ 250 StGB) ermittelt. Die Staatsanwaltschaft wird die beiden dem Haftrichter vorführen.

Die forensischen Untersuchungen zur Identifizierung der verabreichten Substanz laufen noch. Die Art des Mittels ist entscheidend für die Beweisführung und könnte künftig weitere Ermittlungen zu den Bezugsquellen der Substanzen anstoßen. Die Polizei Berlin hat in der Vergangenheit bereits mehrfach vor ähnlichen Betäubungsmaschen gewarnt, insbesondere bei Senioren.