Potsdam: Polizei sucht Radfahrer nach Schüssen

Die Polizei Potsdam sucht zwei Radfahrer als Zeugen nach Schüssen auf Ladengeschäfte in der Nacht zum 13. und 16. Juli, während ein 24-Jähriger bereits festgenommen wurde

Potsdam: Polizei sucht Radfahrer nach Schüssen
Symbolfoto · Foto: Karl Ovic / Unsplash

Gewalttaten in der Nacht: Zwei Schüsse auf Ladengeschäfte

In der Nacht zum Montag, dem 13. Juli, sowie erneut am Donnerstag, den 16. Juli, wurden in Potsdam Ladengeschäfte durch Schüsse beschädigt. Die Polizei Potsdam sucht nun dringend nach Zeugen, die die Geschehnisse beobachtet haben könnten. Besonders im Fokus stehen dabei zwei Personen, die sich zum Zeitpunkt des ersten Vorfalls in der Nähe des Tatortes aufgehalten haben sollen.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 3.10 Uhr in der Geschwister-Scholl-Straße 87. Dort wurde die Fensterscheibe eines Ladengeschäfts durch Schüsse zerstört. Wenige Tage später, am 16. Juli gegen 3.30 Uhr, wiederholte sich die Tat in ähnlicher Form vor einem weiteren Geschäft in der Georg-Hermann-Allee 9. Beide Taten wurden von der Ermittlungsgruppe Titan des Landeskriminalamtes Brandenburg (LKA) übernommen.

Zwei Radfahrer als mögliche Schlüsselzeugen

Die Ermittler gehen davon aus, dass Zeugen wichtige Hinweise liefern können. „Zwei Radfahrer sollen sich am 13. Juli gegen 3.15 Uhr im Bereich des Tatortes aufgehalten haben und könnten möglicherweise wichtige Beobachtungen gemacht haben“, teilte die Polizei mit. Diese beiden Personen werden ausdrücklich als mögliche Zeugen gesucht und gebeten, sich bei der Behörde zu melden.

Die Polizei fragt zudem, ob sich weitere Personen in der Nacht zu den genannten Zeitpunkten in der Umgebung der Tatorte aufgehalten haben. Wer Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, die Ermittlungsbehörden zu kontaktieren. Hinweise können unter der Telefonnummer 0331 / 5686-400 oder per E-Mail an lka213.lka@polizei.brandenburg.de abgegeben werden. Alternativ ist jede andere Polizeidienststelle als Kontaktstelle geeignet.

Festnahme und rechtlicher Hintergrund

Die Ermittlungen verliefen zügig: Bereits am 17. Juli, einen Tag nach dem zweiten Anschlag, wurde ein 24-jähriger Tatverdächtiger in Berlin festgenommen. Der Mann wird nun wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung in zwei Fällen verdächtigt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat daraufhin Untersuchungshaft gegen den Verdächtigen beantragt.

Die Ermittlungsgruppe Titan wurde eigens für diese Serie von Gewalttaten eingerichtet. Diese Spezialeinheit des LKA Brandenburg ist spezialisiert auf komplexe Kriminalitätsdelikte, die oft überregional organisiert sind. Die bisherigen Ermittlungen deuten auf einen Zusammenhang mit ähnlichen Gewalttaten in Berlin hin. Die Spur der Täter führt demnach von den Schüssen in Potsdam direkt in die Hauptstadt.

Die beiden betroffenen Läden in der Geschwister-Scholl-Straße und der Georg-Hermann-Allee wurden bisher nicht als wiederholt von solchen Angriffen betroffen gemeldet. Die Polizei hofft nun, dass die Aussagen der beiden Radfahrer und weiterer Zeugen den Ermittlungen den nötigen Schwung geben, um den Fall abschließend aufzuklären.