Zur Übersicht

Urania-Planetarium Potsdam verbindet am 28. Juni indische Raga-Musik mit Sternenhimmel-Projektionen

Am 28. Juni um 20 Uhr lädt das Urania-Planetarium Potsdam zu einer Klangreise unter dem Titel „Ragas unterm Sternenhimmel" ein. Die Musiker Sebastian Dreyer an der Sitar und Ashis Paul an der Tabla begleiten live astronomische Projektionen von der Milchstraße bis zu fernen Galaxien mit traditioneller indischer Raga-Musik. Diese Kombination aus visueller Darstellung des Universums und komplexen Melodieschemata der indischen Klassik nutzt die historische Tradition des Planetariums, um die Weite des Alls auditiv erfahrbar zu machen.

Urania-Planetarium Potsdam verbindet am 28. Juni indische Raga-Musik mit Sternenhimmel-Projektionen

Am 28. Juni lädt das Urania-Planetarium um 20 Uhr zu einer besonderen Klangreise mit dem Titel „Ragas unterm Sternenhimmel" ein. Besucher erwartet eine eindrucksvolle Verbindung aus indischer klassischer Musik und spektakulären Bildern des Universums. Die Musiker Sebastian Dreyer an der Sitar und Ashis Paul an der Tabla präsentieren ausgewählte Stücke aus der traditionellen Raga-Musik. Mit ihren facettenreichen Klängen schaffen sie eine atmosphärische Begleitung zu einer visuellen Reise durch die Weiten des Alls, wie auf der Website des Planetariums angekündigt wird.

Unter der Kuppel entfaltet sich dabei ein eindrucksvolles Panorama: von der Milchstraße über Saturn bis hin zu fernen Galaxien, leuchtenden Nebeln und Schwarzen Löchern. Selbst ein Sonnenaufgang auf dem Mars wird erlebbar. Musik und Projektion verschmelzen zu einem immersiven Erlebnis, das Raum und Zeit vergessen lässt. Die Kombination aus astronomischer Darstellung und indischer Klangkunst ist dabei kein Zufall, sondern bewusst gewählt – und eröffnet neue Perspektiven auf das Universum und seine Faszination.

Historische Wurzeln und musikalische Tiefe

Das Urania-Planetarium Potsdam, das 1997 eröffnet wurde, beherbergt dabei eine Institution mit langer Tradition: Es geht auf das älteste noch in Betrieb befindliche Planetarium der Welt zurück, das 1926 in Berlin gegründet und später nach Potsdam umgezogen ist. Die Wahl der Musik ist dabei tief in der Geschichte verwurzelt. Ragas sind komplexe Melodieschemata der indischen klassischen Musik, die oft mit bestimmten Tageszeiten oder Jahreszeiten assoziiert werden und eine meditative Wirkung entfalten, wie in der Enzyklopädie nachzulesen ist.

Die langsame, zyklische Struktur dieser Musikstücke nutzt das Programm, um die zeitlose Weite des Weltraums auditiv erfahrbar zu machen. Diese Verbindung von Astronomie und Musik hat historische Wurzeln in der Antike, etwa in der Idee der „Musica Universalis", die besagt, dass die Bewegung der Himmelskörper musikalische Klänge erzeugt.

Die Künstler und das Erlebnis

Sebastian Dreyer ist ein bekannter deutscher Sitar-Spieler, der sich auf die Vermittlung indischer Musik in Europa spezialisiert hat und regelmäßig mit internationalen Musikern zusammenarbeitet. Ihm zur Seite steht Ashis Paul, ein renommierter Tabla-Spieler aus Indien, der für seine präzise Rhythmik und seine Zusammenarbeit mit westlichen Orchestern und Ensembles bekannt ist.

Das Programm nutzt die immersive Wirkung der Kombination aus 360-Grad-Projektion und Live-Musik, um ein Erlebnis zu schaffen, das über standardmäßige Planetariumsshows hinausgeht. Wie die Märkische Allgemeine in ihrem Bericht über das Konzert im Planetarium Potsdam festhält, verspricht diese Symbiose aus Klang und Bild eine einzigartige Erfahrung für die Zuhörer.