Umfassende Sanierung der Jahrtausendbrücke in Brandenburg beginnt mit halbseitigen Sperrungen bis 2027

An der Jahrtausendbrücke in Brandenburg beginnen umfassende Sanierungsarbeiten an den Pfeilersockeln, die bis Mitte 2027 andauern und zu halbseitigen Sperrungen für Fußgänger und Radfahrer führen

Die Jahrtausendbrücke in Brandenburg an der Havel steht vor einer umfassenden Sanierung. In den kommenden Wochen beginnen Instandsetzungsarbeiten an den Pfeilersockeln der Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Während der Straßenbahnverkehr sowie der Autoverkehr ungestört weiterrollen, müssen Fußgänger und Radfahrer mit Einschränkungen auf den Geh- und Radwegen rechnen.

Der Fokus der Bauarbeiten liegt auf der Verkleidung der Pfeiler. Laut Angaben der Stadt ist das Verblendmauerwerk an den Sockeln massiv geschädigt und muss komplett erneuert werden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird der Geh- und Radweg nicht vollständig gesperrt, sondern immer nur halbseitig. Die gegenüberliegende Seite bleibt für den Durchgangsverkehr frei.

Lange Bauzeit bis 2027

Die Baustelle hat bereits auf der Südwestseite der Brücke begonnen. Wie lange die einzelnen Sperrphasen dauern werden, ist aktuell noch nicht genau bezifferbar. Die gesamte Maßnahme soll sich jedoch bis voraussichtlich Mitte September 2027 hinziehen. Das bedeutet für die Nutzer der Brücke eine langfristige Umplanung ihrer Wege, wobei der durchgehende Verkehr für Fußgänger und Radfahrer durch die wechselnden Sperrungen gewährleistet bleibt.

Historische Bedeutung der Verbindung

Die Brücke ist nicht nur eine wichtige Verkehrsader, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte. Sie verbindet die Alt- und Neustadt und war historisch die erste direkte Verbindung zwischen beiden Stadtteilen. Der Name „Jahrtausendbrücke“ erinnert an die Einweihung des Vorgängerbaus im Jahr 1929, die anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt stattfand.

Die heutige Konstruktion ist das Ergebnis einer bewegten Geschichte. Nach der Zerstörung im Jahr 1945 wurde die Brücke 1946 und 1947 wiederaufgebaut. Ein vollständiger Neubau folgte schließlich in den Jahren 1995 und 1996, bevor sie am 4. Dezember 1996 offiziell eingeweiht wurde. Die aktuellen Sanierungsarbeiten sollen nun sicherstellen, dass dieses wichtige Bauwerk auch in Zukunft den Anforderungen standhält.