Magdeburg sperrt marode Brücke an der Pestalozzistraße und errichtet provisorische Fußgängerbrücke
Die Landeshauptstadt Magdeburg sperrt die marode Brücke an der Pestalozzistraße und errichtet eine provisorische Fußgängerbrücke als Übergangslösung, die auch die gesperrte Brücke an der Dehmbergstraße ersetzt
Die Landeshauptstadt Magdeburg reagiert auf massive Schäden an der Brücke über die Schrote nahe der Pestalozzistraße mit einem schnellen Wechselbau. Nachdem am Montag, dem 13. Juli, eine stadteigene Behelfsbrücke errichtet wurde, folgt am Dienstag, dem 14. Juli, die Sperrung des maroden Vorgängerbaus. Anschließend wird die alte Konstruktion zurückgebaut, um Platz für die neue Übergangslösung zu schaffen. Die Entscheidung fiel nach einer Hauptprüfung, bei der erhebliche Mängel festgestellt wurden, die die Standsicherheit gefährdeten.
Nur für Fußgänger nutzbar
Die provisorische Brücke ist ab dem 14. Juli ausschließlich für Fußgängerinnen und Fußgänger freigegeben. Aufgrund ihrer geringen Breite und der begrenzten Tragfähigkeit dürfen Radfahrer sowie Wartungsfahrzeuge die Behelfskonstruktion nicht befahren. Die Stadtverwaltung hat die städtische Brückenmeisterei mit den Arbeiten beauftragt, um die Infrastruktur schnellstmöglich wiederherzustellen. Die Einschränkungen sind notwendig, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten, während die definitive Sanierung vorbereitet wird.
Notlösung für die Dehmbergstraße
Die Maßnahme an der Pestalozzistraße dient nicht nur der eigenen Brücke, sondern übernimmt auch die Funktion der bereits gesperrten Brücke an der Dehmbergstraße. Diese war bereits im März 2026 gesperrt und am 8. Juli 2026 vollständig zurückgebaut worden. Der Rückbau war erforderlich, da die Hauptträger im Inneren so stark durch Fäulnis und Pilzbefall geschädigt waren, dass keine Standsicherheit mehr gewährleistet werden konnte. Auch der Bohlenbelag war erheblich zerstört.
An der Dehmbergstraße ist der Bau einer eigenen Behelfsbrücke derzeit nicht möglich. Technische und wasserrechtliche Vorgaben verhindern dies. Da die Schrote ein Fluss ist, dessen Überschwemmungsgebiet durch eine Verordnung des Landesverwaltungsamtes festgesetzt ist, sind die Baubedingungen dort besonders streng. Um die wichtige Wegeverbindung – insbesondere für Schüler der benachbarten Schule – aufrechtzuerhalten, muss die provisorische Brücke an der Pestalozzistraße diese Funktion übernehmen.
Ersatzneubau von Haushaltsmitteln abhängig
Für beide Brückenstandorte sind langfristig Ersatzneubauten geplant. Die Realisierung dieser Projekte hängt jedoch von der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel ab. Die Landeshauptstadt Magdeburg bittet die Bevölkerung daher um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen und die vorübergehende Umleitung des Fußgängerverkehrs. Die Situation unterstreicht, wie schnell sich der Zustand von Brücken verschlechtern kann und wie wichtig eine schnelle Reaktion der Stadtverwaltung ist, um die Mobilität in der Stadt zu sichern.