Turbine Potsdam verpflichtet Schweizer Torhüterin Emilie Gavillet als neue Nummer eins

Der 1. FFC Turbine Potsdam verpflichtet die 26-jährige Schweizer Torhüterin Emilie Gavillet als neue Nummer eins für die kommende Saison. Die Spielerin bringt Erfahrung aus Stationen in Deutschland, den USA, Italien, Slowenien und Österreich mit

Symbolfoto · Foto: Lars Bo Nielsen / Unsplash

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat seine Torhüterposition für die kommende Saison neu besetzt. Mit Emilie Gavillet verpflichtet der Verein eine 26-jährige Schweizer Torhüterin, die an die Havel kommt. Die in Vevey geborene Spielerin bringt eine beeindruckende internationale Erfahrung mit, die sie in vier verschiedenen Ländern und auf zwei Kontinenten gesammelt hat. Damit ist sie die erste Schweizer Torhüterin in der Geschichte des Traditionsvereins.

Ihre fußballerische Laufbahn begann in der Schweiz, bevor sie über den Nachwuchs des FC Bayern München in den deutschen Spitzenfußball einstieg. Mit der U17 des Rekordmeisters gewann sie die Deutsche Meisterschaft, wobei sie im Finale selbst nicht zum Einsatz kam. Anschließend folgte ein Wechsel in die USA, wo sie an der University of Kansas und später an der Colorado State University studierte und auf College-Niveau in der NCAA Division I spielte.

Nach ihrer Rückkehr nach Europa setzte Gavillet ihre Karriere in der italienischen Serie A fort. Für Pomigliano Calcio Femminile stand sie in 14 Ligaspielen im Tor. Es folgten Stationen in Slowenien und Österreich. Beim slowenischen Verein ŽNK Mura Nona gewann sie die nationale Meisterschaft ungeschlagen und lief zudem in der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League auf. Zuletzt stand sie beim österreichischen LASK unter Vertrag, wo sie in der Saison 2025/26 alle Pflichtspiele bestritt und dabei zwölfmal ohne Gegentor blieb.

Internationale Stationen

Zwischen 2012 und 2018 durchlief Gavillet die verschiedenen Jugendnationalmannschaften der Schweiz. Sie lief für die U17 und U19 auf, kam jedoch zu keinem offiziellen Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Als Schweizer Bürgerin benötigt sie für die Teilnahme an der deutschen Liga keine spezielle Arbeitsgenehmigung, da die Schweiz über bilaterale Abkommen mit der EU verfügt. Ihr Werdegang, der in den letzten fünf Jahren fünf verschiedene Länder durchlaufen hat, zeugt von einer hohen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Zu den Stärken der Torhüterin zählt der Verein insbesondere ihr sicheres Aufbauspiel, die beidfüßige Spieleröffnung sowie die souveräne Strafraumbeherrschung. Auch die Kommunikation mit der Abwehr wird als ihre besondere Qualität hervorgehoben. Der Schritt von der österreichischen Bundesliga in die 2. Bundesliga Frauen wird als bewusste Entscheidung für eine höhere Konkurrenzstufe interpretiert, um sich weiterzuentwickeln.

„Ich freue mich riesig, wieder in Deutschland zu sein und dieses neue Kapitel bei Turbine zu beginnen“, sagte Gavillet zu ihrem Wechsel. „Ich bin gespannt darauf, mit der Mannschaft zusammenzuwachsen und gemeinsam Erfolge zu feiern.“

Geschäftsführer Stephan Schmidt, der den Verein seit 2019 führt, zeigte sich überzeugt von der Verpflichtung. „Mit Emilie gewinnen wir eine Torhüterin, die bereits in verschiedenen Ländern wertvolle Erfahrungen gesammelt hat und dadurch eine große fußballerische Routine mitbringt“, so Schmidt.