Tierschutzverein warnt vor Blaualgen und Hitze im Auto für Hunde in Brandenburg
Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel warnt bei den aktuellen Hochtemperaturen vor der Gefahr von Blaualgen in Gewässern und der akuten Lebensgefahr für Hunde in geparkten Autos. Während die Schützlinge im Tierheim durch Wasserbäder und selbstgemachtes Hundeeis Abkühlung finden, rät der Verein Haltern, Spaziergänge in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen.
Abkühlung für die Vierbeiner
Brandenburg an der Havel heißt nicht umsonst „Klein Venedig". Während viele Menschen bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nach Schatten und Abkühlung suchen, wissen auch die Tierheimtiere ganz genau, wie man einen Sommertag übersteht. Für die Hunde heißt es derzeit vor allem: ab ins Wasser. Ob ein Bad in der Havel oder ein Ausflug an einen hundefreundlichen See – viele der Vierbeiner genießen jede Gelegenheit, sich die Pfoten nass zu machen und eine kleine Schwimmrunde einzulegen. Andere bevorzugen selbstgemachtes Hundeeis, das im Tierheim derzeit Hochkonjunktur hat. Mit gut gekühltem Frischkäse, Skyr, Quark oder Joghurt, garniert mit etwas Obst, Gemüse oder den Lieblingsleckerlis, lassen sich kleine Erfrischungen zaubern, die für große Begeisterung sorgen.
Etwas entspannter gehen es die Katzen an. Im geschützten Katzenauslauf werden die kühleren Morgen- und Abendstunden für Erkundungstouren genutzt, während die Mittagszeit überwiegend verschlafen wird. Dann finden sich viele der Samtpfoten ausgestreckt auf der Wiese, unter Sträuchern oder auf schattigen Liegeplätzen.
Warnung vor Gewässern und Hitze
Bei aller Freude über die Abkühlung im Wasser möchten Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer auf ein wichtiges Sommerthema aufmerksam machen: Blaualgen. Diese können sich bei warmem Wetter in Seen und anderen Gewässern vermehren und stellen insbesondere für Hunde ein ernstzunehmendes Risiko dar. Bereits geringe Mengen belasteten Wassers können schwere Vergiftungserscheinungen verursachen. Hunde sollten deshalb nicht aus Gewässern mit grünlichen Schlieren, Teppichen oder auffälligen Verfärbungen trinken oder dort baden. Das Land Brandenburg hat hierzu einen Informationsflyer veröffentlicht und stellt zudem aktuelle Informationen zur Wasserqualität der Badegewässer bereit. Laut dem Landesamt für Umwelt Brandenburg produzieren Cyanobakterien bei Hitze Toxine, die für Hunde bereits in geringen Mengen tödlich wirken können, während sie für Menschen oft nur Hautreizungen verursachen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen gilt auch für Tiere: ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden, Schattenplätze aufsuchen und die warmen Tage möglichst entspannt verbringen. Die Schützlinge machen es vor – ob mit einem Sprung ins Wasser, einem Hundeeis oder einem ausgedehnten Nickerchen im Schatten. Keinesfalls sollten Tiere im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für wenige Minuten oder bei geöffnetem Fenster. Hier besteht akute Lebensgefahr. Ebenso sollten längere Spaziergänge, sportliche Aktivitäten oder das Laufen am Fahrrad möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt oder ganz vermieden werden. Anderenfalls riskieren Tierhalterinnen und Tierhalter die Gesundheit ihrer Schützlinge durch Kreislaufzusammenbrüche und schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten durch glühend heißen Asphalt.
Aktuelle Situation im Tierheim
Während die Tiere die heißen Tage bestmöglich genießen, sorgen die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen täglich dafür, dass alle Schützlinge ausreichend Schatten, frisches Wasser und Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e.V. informiert über die aktuelle Belegung und die Unterstützung durch Patinnen und Paten sowie Spenderinnen und Spender. Bei den Katzen befinden sich derzeit Fund- bzw. Verwahrtiere in städtischer Zuständigkeit. Kleintiere beherbergt das Tierheim dank erfreulicher Vermittlungserfolge aktuell nicht. Im Namen des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel und des Tierheimteams: Kommt gut durch den Sommer und passt auf euch auf.
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