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Tierschutzverein warnt vor Blaualgen und heißen Asphaltflächen für Hunde in Brandenburg

Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel warnt vor den Gesundheitsrisiken für Hunde bei sommerlichen Temperaturen, insbesondere vor giftigen Blaualgen in Gewässern und Verbrennungen an heißen Asphaltflächen. Im eigenen Tierheim sorgen die Mitarbeiter dafür, dass die aktuell 15 Hunde und 41 Katzen ausreichend Schatten, Wasser und kühle Erfrischungen wie selbstgemachtes Hundeeis erhalten. Seit Mai 2026 hat der Verein zudem fünf Hunde aus städtischer Zuständigkeit übernommen, um die Tiere vor einer Verlegung zu bewahren und die Kosten aus eigenen Mitteln zu tragen. Tierhalter werden aufgefordert, Spaziergänge in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen und ihre Tiere niemals im Auto zurückzulassen.

Abkühlung für Vierbeiner in Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel heißt nicht umsonst „Klein Venedig". Während viele Menschen bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nach Schatten und Abkühlung suchen, wissen auch die Tierheimtiere ganz genau, wie man einen Sommertag übersteht. Für die Hunde heißt es derzeit vor allem: ab ins Wasser. Ob ein Bad in der Havel oder ein Ausflug an einen hundefreundlichen See – viele der Vierbeiner genießen jede Gelegenheit, sich die Pfoten nass zu machen und eine kleine Schwimmrunde einzulegen. Andere bevorzugen selbstgemachtes Hundeeis, das im Tierheim derzeit Hochkonjunktur hat. Mit gut gekühltem Frischkäse, Skyr, Quark oder Joghurt, garniert mit etwas Obst, Gemüse oder den Lieblingsleckerlis, lassen sich kleine Erfrischungen zaubern, die für große Begeisterung sorgen.

Etwas entspannter gehen es die Katzen an. Im geschützten Katzenauslauf werden die kühleren Morgen- und Abendstunden für Erkundungstouren genutzt, während die Mittagszeit überwiegend verschlafen wird. Dann findet man viele der Samtpfoten ausgestreckt auf der Wiese, unter Sträuchern oder auf schattigen Liegeplätzen. Bei aller Freude über die Abkühlung im Wasser weist der Tierschutzverein Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer auf ein wichtiges Sommerthema hin: Blaualgen. Diese können sich bei warmem Wetter in Seen und anderen Gewässern vermehren und stellen insbesondere für Hunde ein ernstzunehmendes Risiko dar.

Gesundheitsgefahren und Warnungen

Bereits geringe Mengen belasteten Wassers können schwere Vergiftungserscheinungen verursachen. Wie das Land Brandenburg warnt, produzieren diese Cyanobakterien bei Warmwetter Toxine, die für Hunde bereits in geringen Mengen tödlich sein können und Leber- sowie Nervenschäden verursachen. Typische Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Krämpfe und Atemnot. Hunde sollten deshalb nicht aus Gewässern mit grünlichen Schlieren, Teppichen oder auffälligen Verfärbungen trinken oder dort baden. Das Land stellt zudem aktuelle Informationen zur Wasserqualität der Badegewässer bereit, damit sich Halter vor einem Ausflug informieren können.

Bei hochsommerlichen Temperaturen gilt auch für Tiere: ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden, Schattenplätze aufsuchen und die warmen Tage möglichst entspannt verbringen. Die Schützlinge machen es vor – ob mit einem Sprung ins Wasser, einem Hundeeis oder einem ausgedehnten Nickerchen im Schatten. Keinesfalls sollten Tiere im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für wenige Minuten oder bei geöffnetem Fenster. Hier besteht akute Lebensgefahr, da Hunde kaum schwitzen können und es schnell zu einem Hitzschlag kommt. Ebenso sollten längere Spaziergänge, sportliche Aktivitäten oder das Laufen am Fahrrad möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt oder ganz vermieden werden. Anderenfalls riskieren Tierhalterinnen und Tierhalter die Gesundheit ihrer Schützlinge durch Kreislaufzusammenbrüche und schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten durch glühend heißen Asphalt, der bereits ab 50 Grad Bodentemperatur Schäden verursachen kann.

Aktuelle Situation im Tierheim

Während die Tiere die heißen Tage bestmöglich genießen, sorgen die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen täglich dafür, dass alle Schützlinge ausreichend Schatten, frisches Wasser und Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Aktuell beherbergt das Tierheim Brandenburg 15 Hunde und 41 Katzen, wobei fünf Hunde und 14 Katzen in der städtischen Zuständigkeit sind. Von den Hunden fallen derzeit fünf Tiere in die Zuständigkeit der Stadt Brandenburg an der Havel. Weitere fünf Hunde hatten ursprünglich ebenfalls den Status von Fund- bzw. Verwahrtieren. Um zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand zu vermeiden und den Tieren die von der Stadt angekündigte Verlegung in andere Einrichtungen zu ersparen, hat der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel diese Hunde zum 1. Mai 2026 übernommen und trägt die Unterbringungskosten seitdem aus eigenen Mitteln.

Entsprechend freuen sich Patinnen und Paten sowie Spenderinnen und Spender, die die Versorgung der Schützlinge unterstützen möchten. Bei den Katzen befinden sich derzeit lediglich 14 Fund- bzw. Verwahrtiere in städtischer Zuständigkeit. Kleintiere beherbergt das Tierheim dank erfreulicher Vermittlungserfolge aktuell nicht. Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel und das Tierheimteam appellieren an alle: Kommt gut durch den Sommer und passt auf euch auf.