Thalia Programmkino zeigt Premiere Was haben wir gelacht mit Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider
Am Sonntag stellen Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider im Thalia Programmkino ihren Dokumentarfilm über sexistischen Humor im deutschen TV der 90er Jahre vor
„Film ab“ im Thalia Programmkino
Am Sonntag, 12. Juli, lädt das Thalia Programmkino in Potsdam-Babelsberg zu einem besonderen Ereignis: Die Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider stellen gemeinsam mit Produzentin Uschi Feldges ihren Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ persönlich vor. Der Auftritt beginnt um 17.30 Uhr und bietet dem Publikum die Gelegenheit, direkt mit den Macherinnen über das Werk ins Gespräch zu kommen.
Der Film beleuchtet aus einer weiblichen Perspektive die sexistischen und herabwürdigenden Humorformen, die im deutschen Fernsehen der 1990er und 2000er Jahre verbreitet waren. Er porträtiert dabei Entertainerinnen wie Maren Kroymann, Hella von Sinnen und Bettina Böttinger und zeichnet ihre Kämpfe gegen den Sexismus in der Branche nach. Die Entstehung des Werkes resultierte aus der Notwendigkeit, vergessene oder verdrängte TV-Formate aus der Sicht der betroffenen Frauen neu zu bewerten.
Neben dieser Premiere erweitert sich das wöchentliche Angebot um vier weitere Filme. Täglich am frühen Abend laufen „Auf zwei Rädern“ sowie „Etwas ganz Besonderes“. Zu sehen sind zudem „Mit leiser Stimme“ und „Wise Women – Fünf Hebammen, fünf Kulturen“. Letzterer, ein Werk von Nicole Scherg, begleitet Hebammen aus verschiedenen Weltregionen und wird aktuell in einer Kinotour mit Gesprächsrunden gezeigt, die die globale Bedeutung ihrer Arbeit hervorhebt. Beide Titel werden in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln präsentiert.
Weitere Termine im Juli
Das Programm bietet darüber hinaus zwei spezielle Veranstaltungen. Am Montag, 13. Juli, startet um 18.30 Uhr der Queerfilmabend mit dem preisgekrönten Film „120 BPM“ von Robin Campillo. Das Werk thematisiert die AIDS-Aktivisten der Gruppe ACT UP in Paris der 1990er Jahre und knüpft an aktuelle Debatten um LGBTQ+-Rechte an.
Am Mittwoch, 15. Juli, beginnt vormittags das Ferienkino. Für Kinder stehen drei Filme auf dem Plan: „Minions & Monster“, „Flow“ und „Lioness“. Das Thalia-Kino, das 2026 sein 108-jähriges Bestehen feiert und in der DDR-Zeit als wichtiges Premierenkino für DEFA-Produktionen diente, setzt damit erneut auf ein vielfältiges und gesellschaftlich relevantes Filmprogramm.
Das vollständige Programm mit allen Spielzeiten ist auf der Webseite des Kinos unter www.thalia-potsdam.de einzusehen.