Zur Übersicht

Simon Becker belebt die historische Schiffsmühle am Magdeburger Petriförder ab August wieder.

Der Magdeburger Liedermacher Simon Becker übernimmt ab August 2026 die historische Schiffsmühle am Petriförder und will das markante Bauwerk als Museum sowie als lebendigen Ort für Kulturveranstaltungen wiederbeleben. Nach Jahren der Leerstandszeit soll die 1999/2000 errichtete Nachbildung einer Mühle aus dem Jahr 1874 ab sofort mittwochnachmittags für Besucher geöffnet sein. Becker plant neben der Renovierung der Ausstellung auch Lesungen und Konzerte, um den historischen Ort an der Elbe wieder in das kulturelle Leben der Landeshauptstadt zu integrieren.

Die historische Schiffsmühle am Magdeburger Petriförder bekommt neues Leben eingehaucht. Nach einem erfolgreichen Interessenbekundungsverfahren hat die Landeshauptstadt Magdeburg mit Simon Becker einen neuen Nutzer für das markante Bauwerk gefunden. Der langjährige Kulturschaffende und Liedermacher übernimmt die Verantwortung für das Ensemble und möchte es künftig wieder als Museum sowie als lebendigen Ort für Begegnungen und Kulturveranstaltungen etablieren.

Ein Stück Magdeburger Geschichte

Die Schiffsmühle ist kein Original aus dem Mittelalter, sondern ein voll funktionsfähiger Nachbau einer historischen Mühle aus dem Jahr 1874, der 1999 fertiggestellt und im Jahr 2000 eröffnet wurde [Schiffmühle am Petriförder – Wikipedia]. Der Name „Petriförder" leitet sich dabei von der nahegelegenen Petri-Kirche ab; ein „Förder" bezeichnet einen Einschnitt im Elbufer, der den Zugang zum Fluss ermöglicht [Historische Schiffsmühle am Petriförder wird als Kultur- und Begegnungsort wiedereröffnet | Landeshauptstadt Magdeburg]. Historisch waren solche Anlagen auf der Elbe von enormer Bedeutung: Bereits 1227 gab es den ersten Nachweis einer Schiffsmühle in der Region, und im 19. Jahrhundert zählte man in Magdeburg zeitweise bis zu 23 dieser Mühlen gleichzeitig [https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffm%C3%BChle_am_Petrif%C3%B6rder]. Mit dem Aufkommen der industriellen Schifffahrt verschwanden sie jedoch nach und nach vom Flussufer, bis 1874 die letzten stillgelegt wurden. Zuletzt stand die Mühle viele Jahre leer, nachdem sie zuvor von der Otto-von-Guericke-Gesellschaft betreut worden war.

Technik und neue Pläne

Das Besondere an der Anlage ist ihr Antrieb: Sie wird durch die natürliche Elbströmung in Bewegung gesetzt, die ein Schaufelrad antreibt, welches über ein Holzgetriebe den Mühlstein in Rotation versetzt [Historische Schiffsmühle am Petriförder wird als Kultur- und Begegnungsort wiedereröffnet / Simon Becker will das Museumsangebot wiederbeleben und ausbauen - Presseportal Magdeburg]. Künftig soll die Schiffsmühle nicht nur als kleines Museum dienen, sondern auch Raum für kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen bieten. Geplant sind unter anderem kleinere Lesungen und Konzerte. Simon Becker, der aktuell sein Album „Blaupausen" veröffentlicht hat und für seine ehrliche Musik bekannt ist, möchte die laufende Sommersaison nutzen, um das Konzept zu testen und weitere Partner für die langfristige Fortführung des Projekts zu gewinnen [Der Magdeburger Liedermacher Simon Becker | MDR.DE].

Besuch ab August und Vorschau

Ab August 2026 soll die hölzerne Schiffsmühle zunächst mittwochnachmittags für Besucherinnen und Besucher geöffnet sein. Aktuell laufen umfangreiche Vorbereitungen, um den Kulturort wieder betriebsbereit zu machen. Derzeit befindet sich Simon Becker in der Renovierungsphase, bei der neben Reinigungsarbeiten auch Exponate instand gesetzt und die Ausstellung überarbeitet werden. Gleichzeitig baut er ein ehrenamtliches Team auf und sucht nach Kooperationspartnern, die das Vorhaben unterstützen möchten. Mit wachsender Unterstützung sollen künftig zusätzliche Öffnungszeiten und neue Angebote möglich werden.

Einen ersten Einblick in das Projekt gibt es am 26. August bei einer offiziellen Projektvorschau unter dem Titel „Vorschau". Interessierte können das neue Museum kennenlernen und eigene Ideen einbringen. Auch während der laufenden Herrichtungsarbeiten sind Gespräche vor Ort möglich, wenn die Türen der Schiffsmühle geöffnet sind. Wer das Kulturprojekt unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an die angegebene Kontaktadresse wenden.

Weiterführende Links