Rossinis Stabat Mater begeistert Chor und Orchester im Brandenburger Dom

Am 5. Juli erklingen im Dom St. Peter und Paul von Brandenburg Rossinis „Stabat Mater“ mit Chor, Solisten und den Brandenburger Symphonikern

Am Sonntag, den 5. Juli 2026, erklingt im Dom St. Peter und Paul in Brandenburg an der Havel das Rossini‑Stabat Mater. Rund 125 Musiker – der Stadt‑ und Domchor, vier Gesangssolisten und die Brandenburger Symphoniker – treten um 17 Uhr auf. Karten erhalten Interessierte telefonisch unter 030 479 974 74 oder an der Abendkasse des Doms.

Rossinis Vertonung des mittelalterlichen Gedichts „Stabat Mater“ entstand 1831 / 1832 und blieb zunächst unvollständig. Sein Schüler Giovanni Tadolini ergänzte die fehlenden Sätze, sodass das Werk am 5. April 1833 in Madrid uraufgeführt werden konnte. Rossini überarbeitete das Stück in den Jahren 1839 – 1841, und die endgültige Fassung wurde am 7. Januar 1842 in Paris präsentiert. Die Komposition verlangt vier Solisten (Sopran, Alt, Tenor, Bass), einen vier‑stimmigen Chor und ein Orchester mit Holzbläsern, Blechbläsern, Pauken und Streichern.

Dirigent Christopher Skilton

Christopher Skilton leitet seit Mai 2024 den Stadt‑ und Domchor in Brandenburg. Er studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und war zuvor Domkantor in Osnabrück. Sein musikalischer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung geistlicher Chormusik mit dramatischer Opern­ästhetik – ein Ansatz, den er beim Rossini‑Werk besonders betont. Skilton beschreibt die Probenphase als „gemeinsames Wachsen des Chors“, wobei das Stück für viele Sängerinnen und Sänger Neuland darstelle und gleichzeitig intensive Begeisterung wecke.

Brandenburger Symphoniker – Tradition und Leitung

Die Brandenburger Symphoniker, das älteste noch bestehende Orchester Brandenburgs, wurden 1810 von preußischen Militärmusikern gegründet. Seit 1997 fungieren sie als Orchester des Brandenburger Theaters. Seit 2023 steht Andreas Spering als Chefdirigent hinter dem Ensemble, das heute zu den bedeutendsten Kulturinstitutionen der Region zählt. Für das Stabat Mater bringen die Symphoniker ihr langjähriges Erfahrungsschatz in der Begleitung großer Chorwerke ein.

Dom St. Peter und Paul – Historischer Rahmen

Der Dom St. Peter und Paul gilt als „Wiege der Mark Brandenburg“. Der Grundstein wurde am 11. Oktober 1165 gelegt, und das Bauwerk ist das älteste erhaltene Backsteingotik‑Bauwerk der Region. Im Zuge einer umfassenden Renovierung von 1833 – 1836 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erhielt der Dom sein heutiges Aussehen. Trotz Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb die historische Substanz weitgehend erhalten, sodass er heute ein eindrucksvoller Rahmen für bedeutende Konzerte bietet.

Programm und Besetzung

Rossinis Stabat Mater verlangt für die Aufführung vier Solisten (Sopran, Alt, Tenor, Bass), einen SATB‑Chor und ein Orchester mit 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten, 2 Hörnern, 2 Trompeten, Pauken und Streichern. Die Kombination aus Chor, Solisten und Orchester verspricht ein intensives Klangbild, das die dramatische Kraft der Oper mit der innigen Spiritualität des Textes verbindet. Besucher können sich auf ein musikalisches Erlebnis freuen, das sowohl historisch bedeutsam als auch emotional berührend ist.