Reisebus mit 70 Passagieren von der A2 abgekommen – fünf leicht verletzt

Ein Reisebus mit rund 70 Passagieren kam am Samstagmorgen auf der A2 von der rechten Fahrspur ab, fünf Insassen wurden leicht verletzt

Ein Reisebus mit etwa 70 Passagieren geriet am frühen Samstagmorgen auf der A2 von der rechten Fahrspur ab. Das Fahrzeug kam im Frontbereich stark beschädigt zum Stillstand, fünf Insassen wurden leicht verletzt. Die Autobahn musste für die Rettungsarbeiten zeitweise vollständig gesperrt werden.

Unfallhergang

Nach ersten Angaben verließ der Bus die rechte Fahrspur und fuhr in den Seitenstreifen, wo er frontal auf ein Leitplanken‑System prallte. Der Aufprall beschädigte das Vorderteil des Busses erheblich, während die meisten Passagiere unverletzt blieben. Fünf Personen meldeten leichte Verletzungen und wurden vor Ort versorgt.

Rettungs‑ und Polizeieinsatz

Ein Großaufgebot von Rettungskräften rückte aus, darunter ein spezieller Rettungsbus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der für die schnelle Versorgung größerer Gruppen von Leichtverletzten vorgesehen ist. Die Polizei sperrte die betroffene Fahrbahnabschnitt, um die Unfallstelle zu sichern und den Verkehr umzuleiten. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen, wobei sowohl ein möglicher Fahrfehler als auch ein technischer Defekt geprüft werden.

Hintergrund und Statistik

Die A2 zählt mit rund 15 233 schweren Fahrzeugen (Lkw und Busse) pro Tag zu den am stärksten frequentierten deutschen Autobahnen – ein Rekord laut VerkehrsRundschau. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens sind Busunfälle insgesamt selten. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland etwa 2,5 Millionen Verkehrsunfälle gemeldet, davon nur ein kleiner Teil mit Bussen. Die Verletztenrate bei Busunfällen liegt bei etwa 0,07 Verletzten pro 1 000 Fahrzeugkilometer, deutlich niedriger als bei Pkw.

Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich bereits am 31. Januar 2026 bei Ziesar auf derselben Strecke. Dort verunglückte ein FlixBus mit rund 40 Insassen; ein Passagier wurde leicht verletzt. Beide Unfälle zeigen, dass trotz der hohen Belastung der A2 schwere Unfälle mit Bussen selten, aber nicht auszuschließen sind.

Der TÜV‑Bus‑Report 2026 dokumentierte landesweit 1 869 Busunfälle mit Personenschaden, bei denen 2 036 Personen verletzt wurden – die meisten Unfälle seien auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Das DRK betreibt Rettungsbusse, die bei Massenunfällen innerhalb kurzer Zeit mehrere Dutzend Leichtverletzte transportieren können und damit eine wichtige Ergänzung zu den regulären Rettungsdiensten darstellen.

Im Vergleich zu anderen stark befahrenen Autobahnen wie der A3 und A7 weist die A2 die höchste Anzahl an schweren Fahrzeugen pro Tag auf, was die Bedeutung einer schnellen und koordinierten Einsatzplanung bei Unfällen unterstreicht. Die aktuelle Sperrung der A2 wird voraussichtlich in den kommenden Stunden aufgehoben, sobald die Unfallstelle geräumt und die Fahrbahn wieder freigegeben ist.