Potsdam investiert fünf Millionen Euro für neue Computer an 47 Schulen
Die Landeshauptstadt Potsdam investiert fünf Millionen Euro, um an 47 Schulen über 4.650 veraltete Computer durch neue Geräte mit Windows 11 zu ersetzen
5 Millionen Euro für moderne Schul-IT
Die Landeshauptstadt Potsdam startet ein umfassendes Modernisierungsprogramm für die digitale Ausstattung ihrer Schulen. Mit einem Budget von rund 5 Millionen Euro sollen an 47 Bildungseinrichtungen insgesamt mehr als 4.650 veraltete Computer durch neue Geräte ersetzt werden. Der massive Austausch ist notwendig geworden, da viele der bisherigen Rechner zwischen 10 und 15 Jahre alt sind und die Anforderungen aktueller Software nicht mehr erfüllen können.
Ein zentraler Auslöser für das Projekt ist das Ende des offiziellen Herstellersupports für das Betriebssystem Windows 10, das am 14. Oktober 2025 auslief. Ohne diese Unterstützung wären die Geräte nicht mehr sicher betreibbar gewesen. Um den Schulbetrieb bis zum vollständigen Austausch aufrechtzuerhalten, hatte die Stadtverwaltung im September 2025 kurzfristig das kostenpflichtige Programm „Extended Security Updates“ (ESU) von Microsoft aktiviert. Nun geht es darum, die Infrastruktur dauerhaft zukunftssicher zu gestalten.
„Ziel ist es, die technische Ausstattung an den Schulen zukunftssicher, einheitlich und leistungsfähig zu gestalten“, sagte Dieter Jetschmanegg, Dezernent für Zentrale Verwaltung. Auf den neuen Arbeitsplätzen laufen künftig Windows 11 und Office 2024. Zusätzlich wird eine zentrale Softwareverwaltung eingeführt, die über 4.800 Lizenzen umfasst, um die Bereitstellung und Pflege der Programme an allen Standorten zu vereinheitlichen. Schulen, deren Hardware noch nicht älter als drei Jahre ist, behalten ihre Geräte und erhalten lediglich die notwendigen Software-Updates.
Verzögerungen und Zeitplan
Der reguläre Rollout der neuen Technik begann offiziell Mitte März 2026. Ursprünglich war ein früherer Start geplant, doch Lieferengpässe bei den PC-Herstellern verzögerten den Beginn des Projekts um rund vier Monate. Vor dem flächendeckenden Start hatte das Projektteam bereits eine Pilotphase an drei Schulen in den Monaten Dezember 2025 und Januar 2026 durchgeführt, um Prozesse zu testen.
Der Fortschritt läuft mittlerweile planmäßig. Bisher sind bereits 16 Schulen vollständig ausgestattet, was etwa einem Viertel der gesamten benötigten Geräte entspricht. Bis zum Ende des Jahres 2026 sollen weitere 20 Schulen folgen. Laut Angaben der Stadtverwaltung soll das gesamte Modernisierungsvorhaben im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Die Umsetzung des komplexen Vorhabens liegt in den Händen eines speziellen Projektteams. Dieses wird durch wechselndes Personal aus dem Fachbereich 54 der Stadtverwaltung sowie durch zwei externe Techniker unterstützt. Die Umstellung dient nicht nur der Verbesserung der Lernbedingungen, sondern erfüllt auch die strengen IT-Sicherheitsanforderungen des Landes Brandenburg für öffentliche Einrichtungen.