Potsdamer Beigeordneter Wiegel übergibt 497 Angebote im neuen Ferienpass an 25.700 Schüler

Beigeordneter Torsten Wiegel übergab den neuen Ferienpass mit 497 Angeboten an rund 25.700 Potsdamer Schüler, die heute in die Sommerferien starten

Rund 25.700 Schüler an insgesamt 67 Schulen in der Landeshauptstadt starten heute in die Sommerferien. Das Schuljahr 2025/2026 ist damit offiziell beendet. Die Ferien dauern bis zum 23. August, sodass die jungen Menschen fast sieben Wochen Zeit für Erholung und neue Abenteuer haben. Besonders erfreulich ist in diesem Jahr die Bilanz der Oberstufenschüler: Etwa 1.430 junge Menschen haben erfolgreich ihr Abitur bestanden.

Ein neuer Beigeordneter im Bildungsbereich

Passend zum Start der Ferienübergabe wurde gestern der gedruckte Ferienpass der Stadt übergeben. Die Zeremonie fand an der Waldstadt-Grundschule statt. Überreicht wurde das Heft von Torsten Wiegel, dem Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport. Wiegel hat dieses Amt erst seit dem 1. Juli 2025 inne. Zuvor sammelte er langjährige Erfahrung als Fachbereichsleiter in Magdeburg und als Geschäftsführer eines soziokulturellen Zentrums in Bautzen. Sein Studium der Sozial- und Kulturpädagogik prägt seinen Ansatz, Bildung und Freizeitangebote eng zu verknüpfen.

„Die Sommerferien sind eine wichtige Zeit für Erholung, neue Erfahrungen und gemeinsames Erleben. Mit dem Ferienpass bieten wir Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien eine große Vielfalt an Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten direkt vor Ort“, sagte Wiegel anlässlich der Übergabe. „Damit schaffen wir gute Möglichkeiten, die Ferien aktiv und abwechslungsreich zu gestalten und gleichzeitig unsere Stadt neu zu entdecken.“

Vielfältiges Programm und lokale Künstler

Der diesjährige Ferienpass ist ein umfangreiches Werk von 40 Seiten und enthält insgesamt 497 Angebote von 42 verschiedenen Anbietern. Darunter befinden sich rund 70 kostenfreie Aktivitäten, die spielerisch Potsdam und die Region entdecken lassen. Die Gestaltung des Heftes liegt in den Händen des bekannten Potsdamer Illustrators und Karikaturisten Jörg Hafemeister. Der Künstler ist in der Stadt bereits fest verankert und illustrierte bereits für das Stadtschloss sowie den Stadthaushalt.

Neben den zahlreichen Aktivitäten sind im Heft auch 15 herausnehmbare Gutscheine enthalten. Diese Vergünstigungen gelten für Einrichtungen wie den Filmpark Babelsberg, das Sport- und Freizeitbad blu oder die Biosphäre Potsdam. Ein großer Vorteil für die Familien: Die Gutscheine sind teilweise bis Juni 2027 gültig und können somit auch außerhalb der eigentlichen Ferienzeit eingelöst werden.

Sicherheit und digitale Erweiterung

Die Erstellung und Herausgabe des Ferienpasses erfolgt traditionell im Auftrag der Landeshauptstadt durch die Medienwerkstatt Potsdam im fjs e.V. Insgesamt 14.000 Exemplare werden kostenfrei mit den Zeugnissen an alle Schüler der Klassen 1 bis 6 sowie in öffentlichen Einrichtungen verteilt. Der Ferienpass erscheint in Potsdam bereits seit 1981 und hat sich als fester Bestandteil der Ferienplanung etabliert. Seit 2018 wird das Angebot zudem digital auf der Website www.ferienpass-potsdam.de gebündelt. Dort können Eltern und Kinder ganzjährig nach Camps, Workshops und Ausflugstipps filtern, etwa nach Übernachtungsmöglichkeiten oder spezifischen Ferienwochen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Vergabe der Angebote ist die Sicherheit der Kinder. Alle Veranstalter verpflichten sich zur aktiven Umsetzung des Kinderschutzkonzepts der Landeshauptstadt Potsdam. Dies soll garantieren, dass die Programme sicher, qualitativ hochwertig und kindgerecht gestaltet werden.

Unterstützung für Jugendliche

Mit der Zeugnisausgabe endet nicht nur das Schuljahr, sondern für manche auch eine Phase der Unsicherheit. Für Kinder und Jugendliche, die Sorgen oder Stress rund um ihr Zeugnis haben, bietet das Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ anonyme und kostenfreie Beratung an. Die Einrichtung wurde 1980 gegründet und ist eines der ältesten telefonischen Beratungsangebote weltweit. Die hohe Nachfrage zeigt sich in den Zahlen: Im Jahr 2024 wurden rund 120.000 Beratungen durchgeführt. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 111 stehen erfahrene Berater telefonisch zur Verfügung, um in schwierigen Momenten zu unterstützen.