Polizei warnt vor Buchungsbetrug und Verkehrsunfällen während der Sommerferien

Die Polizei gibt Reisenden praxisnahe Hinweise, um Buchungsbetrug zu erkennen und Verkehrsunfälle während der Sommerferien zu vermeiden

Mit Beginn der Sommerferien machen sich zahlreiche Menschen auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub. Die Polizei gibt praxisnahe Hinweise, wie Reisende Betrug, Diebstahl und Verkehrsunfälle vermeiden können.

Buchung und Vorbereitung

Wer seine Unterkunft online bucht, sollte besonders wachsam sein. Neben etablierten Buchungsportalen gibt es immer wieder sogenannte gefälschte Buchungsseiten, die mit unrealistisch niedrigen Preisen locken und ausschließlich Vorkasse verlangen. Nach der Überweisung ist das Geld häufig verloren. Die Polizei empfiehlt, Anbieter und Webseiten gründlich zu prüfen und im Zweifel über offizielle Vergleichsportale zu buchen. Auch Zeitanteils‑ und Pauschalreise‑Maschen, bei denen Urlauber zu überteuerten Verträgen gedrängt werden, sollten kritisch hinterfragt werden.

Die Polizei rät zudem, das Haus während der Abwesenheit nicht leer wirken zu lassen. Bekannte oder Nachbarn können den Briefkasten leeren, die Mülltonnen bewegen, den Rasen mähen und die Rollläden öffnen und schließen. Hinweise auf die eigene Urlaubszeit sollten weder auf dem Anrufbeantworter noch in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Außerdem empfiehlt die Polizei, Kopien wichtiger Dokumente wie Reisepass, Führerschein, Zahlungskarten oder Tickets anzufertigen und getrennt von den Originalen aufzubewahren.

Sicher unterwegs – Verkehr

Bevor die Fahrt beginnt, sollte das Fahrzeug gründlich kontrolliert werden: Beleuchtung, Ölstand, Reifendruck sowie Zustand der Reifen sind zu prüfen. Im Juli wurden in Deutschland zahlreiche Straßenverkehrsunfälle registriert, bei denen Menschen starben und verletzt wurden. Im Gesamtjahr stieg die Zahl der Verkehrstoten leicht an, und die Polizei verzeichnete insgesamt mehrere Millionen Unfälle. Im Straßenverkehr gilt nach § 1 der Straßenverkehrs‑Ordnung (StVO) ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

Unaufmerksamkeit, zu geringer Sicherheitsabstand, überhöhte Geschwindigkeit und riskantes Fahrverhalten sind häufige Unfallursachen. Wer im Stau unterwegs ist, sollte rechtzeitig die Geschwindigkeit reduzieren, die Warnblinkanlage einschalten, den rückwärtigen Verkehr im Blick behalten und eine Rettungsgasse bilden. Unnötige Spurwechsel und die Nutzung des Standstreifens sind zu vermeiden. Aktuelle Verkehrsnachrichten zu verfolgen und ausreichend Getränke im Fahrzeug mitzuführen, erhöht die Sicherheit zusätzlich.

Schutz am Urlaubsort

Auch am Zielort ist Aufmerksamkeit gefragt. In Hotels, Restaurants, Geschäften und an stark frequentierten Orten nutzen Taschendiebe das Gedränge, um Geldbörsen und Handys zu stehlen. Zudem warnen die Beamten vor fliegenden Händlern und vermeintlichen Schnäppchen, die häufig Fälschungen oder Betrugsmaschen darstellen. Wer nicht zu spontanen Käufen gedrängt wird, reduziert das Risiko erheblich.

Sollte dennoch eine EC‑Karte gestohlen werden, kann sie rund um die Uhr über die kostenlose Sperr‑Notruf‑Nummer 116 116 gesperrt werden. Aus dem Ausland ist die Hotline unter +49 30 4050 4050 erreichbar. Die Polizei empfiehlt, diese Nummern vor Reisebeginn zu notieren oder im Mobiltelefon zu speichern. Wertsachen sollten möglichst im Hotelsafe oder bei der Verwaltung sicher verwahrt werden; nur das notwendige Bargeld sollte mitgeführt werden. Beim Verlassen der Unterkunft sind Türen und Fenster sorgfältig zu verschließen und Wertgegenstände nicht offen liegen zu lassen.

Das Havelblatt wünscht allen Reisenden eine erholsame und sichere Urlaubszeit.