B189 nördlich von Wolmirstedt leitet Verkehr ab 6. Juli um

Ab dem 6. Juli wird die B 189 nördlich von Wolmirstedt für rund fünf Wochen komplett gesperrt, um den 1,8‑km‑Abschnitt zu erneuern und die Fahrbahn zu sanieren

Ab dem 6. Juli wird die Bundesstraße 189 nördlich von Wolmirstedt für rund fünf Wochen komplett gesperrt, um einen etwa 1,825 km langen Abschnitt zwischen Mose und der Anschlussstelle Wolmirstedt an der A 14 zu sanieren. Die Arbeiten, die in drei Bauphasen durchgeführt werden, sollen bis zum 14. August abgeschlossen sein – rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres.

Sanierungsmaßnahme

Der betroffene Streckenabschnitt wird vollständig erneuert. Dabei wird die im Winter provisorisch reparierte Durchlassstelle durch einen neuen, aus Betonfertigteilen bestehenden Durchlass ersetzt. Zusätzlich wird die Fahrbahn neu gefräst und mit Asphalt versehen. Die Maßnahme wird vom Land Sachsen‑Anhalt mit rund einer Million Euro gefördert.

Umleitungsstrecke

Während der Vollsperrung wird der Verkehr großräumig umgeleitet. Die ausgeschilderte Route führt von der B 189 über die Landesstraße 44 (Farsleben → Zielitz → Loitsche → Rogätz → Angern → Heide‑Camp) zur Kreisstraße 1174, anschließend über die Landesstraße 38 zur Anschlussstelle Colbitz an der A 14. In Gegenrichtung gilt die Umleitung entsprechend. Wer aus nördlicher Richtung auf die A 14 zufährt, muss die Autobahn bereits an der Anschlussstelle Colbitz verlassen und der Umleitung folgen.

Am Knotenpunkt B 189/K 1172 wird eine Baustellenampel installiert, damit die Verbindung zwischen Mose und Farsleben während der Fräs‑ und Asphaltarbeiten erhalten bleibt. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist die Zufahrt in Richtung Süden wieder über die B 189 möglich.

Finanzierung und Zeitplan

Pressesprecher Peter Mennicke vom sachsen‑anhaltischen Ministerium für Infrastruktur und Digitales bestätigte, dass die Gesamtkosten der Sanierung bei etwa einer Million Euro liegen und vollständig vom Land getragen werden. Die Entscheidung, die Bauarbeiten bewusst in die Sommerferien zu legen, soll die Beeinträchtigung von Schul‑ und Berufsverkehr minimieren.

Bedeutung der B 189 für die Region

Die B 189 ist die wichtigste Nord‑Süd‑Verbindung im Landkreis Börde. Sie verbindet die Landeshauptstadt Magdeburg mit der A 14 und dient als Hauptstrecke zum Ostsee‑Reiseziel sowie zum Kaliförderwerk Zielitz. In den Jahren 2014 bis 2023 wurden Teile der Strecke zeitweise zu Landesstraßen herabgestuft, was zu veränderten Verkehrsströmen und einer höheren Belastung der verbleibenden Bundesstraßenabschnitte führte. Die aktuelle Sanierung soll die Verkehrssicherheit erhöhen und die langfristige Funktionsfähigkeit der Strecke sichern.

Ausblick

Das Land Sachsen‑Anhalt plant weitere Sanierungsabschnitte entlang der B 189 sowie Anschlussprojekte im Landkreis Börde, um das Straßennetz kontinuierlich zu modernisieren. Die aktuelle Maßnahme gilt als erster Schritt einer längerfristigen Strategie zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur.