Polizei ermittelt wegen Drogen bei 15-Jährigen im Zug

Ein 15-Jähriger wurde bewusstlos in einem brandenburgischen Zug gefunden, wobei der Verdacht auf einen Mischkonsum von Alkohol und Drogen besteht

Polizei ermittelt wegen Drogen bei 15-Jährigen im Zug
Symbolfoto · Foto: viktor rejent / Unsplash

Am Samstagmittag meldete das Klinikum Hochstraße in Brandenburg an der Havel einen besorgniserregenden Vorfall an die Polizei: Ein zunächst unbekannter minderjähriger Junge war bewusstlos in einem Zug aufgefunden und zur medizinischen Behandlung eingeliefert worden. Durch die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden konnte die Identität des 15-Jährigen schnell geklärt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Mischkonsum von Alkohol und Betäubungsmitteln ursächlich für den lebensbedrohlichen Zustand des Jugendlichen.

Prozess der Inobhutnahme

Im Zuge der Identitätsfeststellung ergaben sich weitere wichtige Details zum bisherigen Werdegang des Jungen. Der Minderjährige befand sich bereits seit dem Montag vor dem Vorfall in der Obhut des Jugendamtes Hamburg. Nach einer notwendigen Abstimmung der zuständigen Behörden auf beiden Seiten wurde der Jugendliche anschließend in die Betreuung des für ihn zuständigen Jugendamtes in Brandenburg übergeben. Solche bundesweit koordinierten Überstellungen erfolgen im Rahmen des Jugendschutzes, wenn eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt und eine Rückführung oder Verlegung in den Heimatort notwendig wird.

Risiken des Drogenkonsums bei Jugendlichen

Der Vorfall wirft erneut die Frage nach den Gefahren des Drogenkonsums in jungen Jahren auf. Experten warnen zunehmend vor toxischen Mischkonsum-Szenarien, bei denen Alkohol mit opioidhaltigen Schmerzmitteln oder anderen Betäubungsmitteln kombiniert wird. Solche Kombinationen können bei Jugendlichen schnell zu lebensbedrohlichen Atemdepressionen führen.

Für Betroffene und Angehörige gibt es in der Region verschiedene Anlaufstellen. In Brandenburg an der Havel und im Umland unterstützen spezialisierte Drogenberatungsstellen bei Suchtproblemen und bieten Hilfe zur Bewältigung von Krisensituationen an. Die Polizei mahnt angesichts des Vorfalls zur Vorsicht und appelliert an Eltern und Betreuer, das Gespräch mit Jugendlichen über die Risiken von Suchtmitteln nicht zu scheuen.