Drohmail evakuiert Rathaus Frankfurt Oder
Das Rathaus in Frankfurt (Oder) wurde am Dienstagmorgen nach einer Drohmail evakuiert, die einen Sprengsatzanschlag androhte, doch die Polizei ermittelt nun wegen Störung des öffentlichen Friedens
Frankfurt (Oder) – Am Morgen des heutigen Dienstags, dem 21. Juli 2026, ging bei der Stadtverwaltung in Frankfurt (Oder) eine bedrohliche E-Mail ein. Der Inhalt der Nachricht, die den Verdacht auf ein unmittelbar bevorstehendes schädigendes Ereignis weckte, führte umgehend zu einer Evakuierung des gesamten Rathauses. Mitarbeiter sowie Besucher, die gerade im Bürgerbüro oder anderen Behördenräumen waren, wurden in Sicherheit gebracht.
Die zuständige Polizei bestätigte den Vorfall und leitete sofort erste Ermittlungen ein. Inhaltlich war in der Mail von einem bevorstehenden Anschlag die Rede, was bei Sicherheitsbehörden stets höchste Alarmstufe auslöst. Nachdem das Gebäude geleert worden war, prüften die Beamten die Glaubwürdigkeit der Drohung.
Erste Einschätzung der Polizei
Nach einer ersten Sichtung der Umstände und der eingegangenen Nachricht kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass die Drohung nicht ernsthaft gemeint war. Dennoch wird das Verfahren nicht eingestellt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten gemäß § 126 des Strafgesetzbuches (StGB).
Dieser Tatbestand ist erfüllt, wenn eine Drohung geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu erschüttern. Die Strafe kann in solchen Fällen bis zu drei Jahre Freiheitsentzug betragen. Auch wenn die Gefahr eines tatsächlichen Anschlags ausgeschlossen wurde, bleibt die rechtliche Aufarbeitung bestehen, da durch die Panikmache bereits erhebliche Störungen im öffentlichen Leben entstanden sind.
Historisches Rathaus betroffen
Der Vorfall ereignete sich am historischen Rathaus von Frankfurt (Oder), einem Wahrzeichen der Stadt. Das Gebäude im Stil der norddeutschen Backsteingotik, dessen Bau bereits 1253 begann, dient seit Jahrhunderten als Verwaltungszentrum. Durch die Evakuierung mussten die Verwaltungsgeschäfte vorübergehend eingestellt werden, bis die Behörden das Gebäude wieder sicher betreten konnten.
Solche Alarme sind in Brandenburg leider kein Einzelfall. Auch in den vergangenen Jahren führten ähnliche Drohungen an öffentliche Gebäude regelmäßig zu Evakuierungen, die sich im Nachhinein als nicht ernsthaft herausstellten.
Die Ermittlungen laufen weiter, um die Absender der E-Mail zu identifizieren. Bislang liegen keine Hinweise auf eine konkrete Person vor. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit der zuständigen Direktion in Verbindung zu setzen, falls ihnen weitere Informationen vorliegen.