Polizei Brandenburg kontrolliert zum Ferienbeginn verstärkt überladene Wohnmobile und Anhänger

Die Polizei Brandenburg startet zum Ferienbeginn verstärkte Kontrollen, wobei besonders überladene Wohnmobile und Anhänger im Fokus stehen

Symbolfoto · Foto: Kyan Tijhuis / Unsplash

Ferienbeginn: Polizei Brandenburg startet Kontrollwelle gegen überladene Wohnmobile

Mit dem Start der Sommerferien rückt auch in diesem Jahr wieder die erste große Reise-Welle an. Die Polizei des Landes Brandenburg hat daher ihre Präsenz auf den Straßen verstärkt und führt gezielte Verkehrskontrollen durch. Im Fokus stehen dabei besonders Wohnmobile, Fahrzeuge mit Wohnanhängern sowie stark beladene PKWs, die das Verkehrsaufkommen auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen spürbar erhöhen. Ziel der Maßnahmen ist es, potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu identifizieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Hintergrund der verstärkten Einsätze ist die Beobachtung, dass in der Urlaubszeit häufig Mängel an Fahrzeugen und Ladungssicherung auftreten. Bereits in der vergangenen Woche zeigten sich die Risiken: Am 7. Juli 2026 wurden an der BAB 10 am Parkplatz Schwielowsee 21 Lastkraftwagen kontrolliert. Das Ergebnis war ernüchternd: Bei 18 dieser Fahrzeuge mussten Bußgelder oder Verwarnungen verhängt werden. Auch ein Unfall in Lübbenau am 6. Juli 2026 unterstreicht die Dringlichkeit, bei der Beladung und Führung von Wohnmobilen besonders vorsichtig zu sein. Dort kollidierte ein Fahrzeug mit Pollern und beschädigte dabei eine Hauseingangstür.

Sicherheit vor der Abfahrt: Von der Wiegeaktion bis zur Ladungssicherung

Damit die Reise unbeschwert beginnt, appelliert die Polizei an die Sorgfalt der Reisenden. Ein zentraler Punkt ist die korrekte Beladung. Viele Urlauber unterschätzen das zulässige Gesamtgewicht, die Anhängelast oder die Stützlast. Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet die Polizei Brandenburg in der Ferienzeit kostenlose Wiegeaktionen für Wohnmobile und Wohnwagen an. Reisende können so vor Fahrtantritt sicherstellen, dass sie die Grenzwerte einhalten und nicht überladen sind.

Neben dem Gewicht ist auch die Sicherung des Gepäcks essenziell. Alle Gegenstände im Fahrzeug müssen so verstaut sein, dass sie bei einer Vollbremsung oder einem Unfall nicht durch den Innenraum geschleudert werden können. Dies gilt insbesondere für Dachboxen, Heckträger und Fahrradträger, die für Pedelecs und E-Bikes oft schwer sind und den Vorschriften entsprechen müssen. Auch Kinderrückhaltesysteme müssen exakt auf Alter, Gewicht und Größe der Kinder abgestimmt sein, und Haustiere dürfen während der Fahrt nicht frei im Fahrzeug herumlaufen.

Vor der Abfahrt sollten Reisende zudem eine gründliche Fahrzeugprüfung durchführen. Ölstand, Betriebsflüssigkeiten, der Luftdruck in den Reifen sowie die gesamte Beleuchtung sind zu kontrollieren. Für Fahrten ins Ausland ist es ratsam, sich vorab über spezifische Vorschriften zu informieren, etwa die Mitführung eines Feuerlöschers oder Ersatzglühbirnen, die in manchen Ländern vorgeschrieben sind. Warndreieck, Verbandskasten und Warnwesten müssen stets in ordentlichem Zustand, ausreichend vorhanden und schnell erreichbar sein.

Schutz des Zuhauses und Verhalten im Verkehr

Nicht nur auf der Straße, sondern auch zu Hause gilt es, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Bevor die Reise startet, sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit fest verschlossen sein. Gekippte Fenster wirken für Einbrecher oft wie eine Einladung. Ein bewährter Trick ist es, Freunde, Nachbarn oder Bekannte zu bitten, in unregelmäßigen Abständen nach dem Haus zu schauen. Diese sollten den Briefkasten leeren und ab und zu Rollläden, Vorhänge, Licht, Radio oder Fernseher betätigen, um den Anschein zu erwecken, die Wohnung sei bewohnt.

Während der Fahrt selbst ist eine vorausschauende Planung entscheidend. Reisende sollten sich frühzeitig über das zu erwartende Verkehrsaufkommen, Baustellen und Staugefahr informieren. Navigationsgeräte oder Handys müssen vor Fahrtbeginn eingestellt sein – während der Fahrt gilt strikt: Hände weg vom Gerät. Ausreichend Wasser mitzunehmen und Pausen rechtzeitig einzuplanen, hilft gegen Müdigkeit. Besonders bei Fahrten mit Kindern bieten sich Rastplätze mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten an. Kommt es dennoch zu einem Stau, muss zwingend eine Rettungsgasse gebildet werden, damit Einsatzfahrzeuge schnell und ungehindert durchkommen können.