Polizei Brandenburg kontrolliert Wohnmobile und warnt vor Überladung zu Ferienbeginn

Die Polizei Brandenburg führt zum Start der Sommerferien verstärkte Kontrollen durch, wobei besonders Wohnmobile und überladene Fahrzeuge im Fokus stehen

Mit dem Beginn der Sommerferien 2026 startet auch in Brandenburg die erste große Welle der Urlaubsreisen. Die Polizei des Landes hat daraufhin ihre Präsenz auf den Straßen verstärkt und führt landesweit gezielte Verkehrskontrollen durch. Im Fokus stehen dabei besonders Wohnmobile, Wohnwagen sowie Fahrzeuge, die mit viel Gepäck und Anhängern beladen sind.

Polizeioberst Mathias Funk, der den Verkehrsbereich im Polizeipräsidium Brandenburg leitet, warnt vor den Risiken, die durch überlastete und technisch mangelhafte Fahrzeuge entstehen. „Gerade zu Ferienbeginn sind viele Wohnmobile, Wohnwagen und voll beladene Fahrzeuge auf unseren Autobahnen, Bundes- und Landstraßen unterwegs und sorgen für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen“, erläutert Funk. Die Kontrollen dienen dazu, potenzielle Gefahrenquellen wie technische Defekte, Überladung oder unsachgemäße Ladungssicherung frühzeitig zu erkennen und so die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Sicherheit beginnt vor der Haustür

Bevor der Motor startet, rät die Polizei dazu, das eigene Zuhause sorgfältig zu sichern, um Einbrecher von vornherein abzuschrecken. Fenster, Balkontüren und Terrassenzugänge müssen auch bei kurzer Abwesenheit fest verschlossen sein; gekippte Fenster werden von Kriminellen oft als Einladung missverstanden. Ein bewährter Trick ist die Einbindung des sozialen Umfelds: Freunde, Bekannte oder Nachbarn sollten gebeten werden, in unregelmäßigen Abständen nach dem Haus zu schauen, den Briefkasten zu leeren und abwechselnd Rollläden, Vorhänge sowie Licht, Radio oder Fernseher zu betätigen. So wirkt die Wohnung bewohnt und nicht verlassen.

Technik-Check und korrekte Beladung

Ein gründlicher Check des Fahrzeugs vor der Abfahrt ist unverzichtbar. Der Ölstand, alle Betriebsflüssigkeiten, der Luftdruck in den Reifen sowie die vollständige Funktionsfähigkeit der Beleuchtung sollten kontrolliert werden. Besonders bei Anhängern und Wohnwagen ist die Einhaltung der zulässigen Gewichte entscheidend. Ein Blick in die Fahrzeugpapiere gibt Aufschluss über das zulässige Gesamtgewicht, das Anhängergewicht und die korrekte Stützlast.

Auch die Art der Beladung spielt eine große Rolle. Gepäck und Ausrüstung müssen so gesichert sein, dass sie bei einer Vollbremsung oder einem Unfall nicht durch den Innenraum geschleudert werden. Dachboxen, Heckträger und Fahrradträger – insbesondere für schwere Pedelecs und E-Bikes – müssen den technischen Vorschriften entsprechen und für das jeweilige Gewicht ausgelegt sein. Zudem müssen Warndreieck, Verbandskasten und Warnwesten in einwandfreiem Zustand, ausreichend vorhanden und schnell erreichbar sein. Für Reisen ins Ausland ist es ratsam, sich vorab über spezifische Vorschriften zu informieren, etwa die Mitführung eines Feuerlöschers oder Ersatzglühbirnen.

Rechtliche Vorgaben und Kindersicherheit

Die Sicherung von Personen und Tieren im Fahrzeug unterliegt strengen Regeln. Kinderrückhaltesysteme müssen exakt dem Alter, dem Gewicht und der Größe der Kinder entsprechen. Auch Haustiere dürfen während der Fahrt nicht frei im Fahrzeug umherlaufen, sondern müssen gesichert werden, um Verletzungen im Notfall zu vermeiden. Verstöße gegen die Ladungssicherung nach § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) können nicht nur zu Unfällen führen, sondern auch empfindliche Bußgelder nach sich ziehen, wenn die Sicherheit der Insassen oder anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird.

Tipps für die Reise und den Stau

Auf der Strecke selbst gilt es, vorausschauend zu planen. Urlauber sollten sich frühzeitig über das zu erwartende Verkehrsaufkommen, Baustellen und mögliche Staugefahren informieren. Ausreichend Wasser und eine vorherige Einstellung von Navigationsgerät oder Handy vor Fahrtbeginn sind essenziell – während der Fahrt gilt strikt: Hände weg vom Smartphone. Regelmäßige Pausen sind wichtig, um die Konzentration zu erhalten. Bei Fahrten mit Kindern bieten sich Rastplätze mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten an, um die Reise für die Kleinen angenehmer zu gestalten.

Kommt es dennoch zu einem Stau, ist die Bildung einer Rettungsgasse zwingend erforderlich. Dies ermöglicht es Einsatzfahrzeugen, schnell und ungehindert zum Unfallort vorzudringen. Die Polizei appelliert an alle Fahrer, diese Regel konsequent anzuwenden, um im Ernstfall Leben zu retten. Mit diesen Maßnahmen und einem verantwortungsvollen Verhalten soll die Ferienzeit für alle unbeschwert beginnen können.