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Neurologische Ambulanz zieht nach Haus 43 – barrierefreie Wege für MS‑ und Epilepsie‑Patienten

Die Neurologische Ambulanz des Asklepios Fachklinikums Brandenburg befindet sich im Erdgeschoss von Haus 43 am Haupteingang, wo barrierefreie Zugänge die Wege für MS‑ und Epilepsie‑Patienten verkürzen

Foto: auf Unsplash

Die Neurologische Ambulanz des Asklepios Fachklinikums Brandenburg hat ihr neues Zuhause gefunden: Ab sofort befinden sich die Behandlungsräume im Erdgeschoss von Haus 43, unmittelbar am Haupteingang der Anton‑Saefkow‑Allee. Der Umzug verkürzt die Wege für Patientinnen und Patienten erheblich und sorgt für einen barrierefreien Zugang direkt am Klinikgelände.

Das neue Umfeld ist modern ausgestattet. Die Räumlichkeiten sind komplett ebenerdig, klimatisiert und verfügen über eigene Parkplätze direkt vor der Tür. So können mobilitätseingeschränkte Menschen ohne Treppensteigen oder lange Fußwege zu ihren Terminen gelangen.

Standort und Barrierefreiheit

Haus 43 wurde gezielt für eine patientenfreundliche Infrastruktur umgebaut. Der barrierefreie Zugang entspricht den Vorgaben des § 116B für Spezialambulanzen und ermöglicht Rollstuhlfahrern sowie Personen mit Gehbehinderungen einen unkomplizierten Eintritt. Durch die unmittelbare Nähe zum Haupteingang und die verfügbaren Parkplätze wird die Anreise für Angehörige und Begleitpersonen ebenfalls erleichtert.

Fachliche Schwerpunkte und Team

Die Ambulanz ist ein zentraler Anlaufpunkt für Menschen mit chronisch‑neurologischen Erkrankungen, insbesondere Multiple Sklerose (MS) und Epilepsie. Das Team um Chefarzt Dr. med. Wolf Schmidt und Fachärztin Diana Baciu wird durch die spezialisierte MS‑Krankenschwester Angela Walter unterstützt. Gemeinsam begleiten sie Patientinnen und Patienten von der ersten Diagnostik über komplexe Therapieentscheidungen bis hin zur langfristigen Betreuung.

Vor Ort stehen zahlreiche diagnostische Verfahren zur Verfügung: evozierte Potenziale, Laboruntersuchungen, EKGs sowie ambulante Infusionsbehandlungen. Zudem können MRT‑Untersuchungen von Kopf und Rückenmark organisiert werden, um eine umfassende neurologische Bewertung zu ermöglichen.

„Mit dem Umzug in Haus 43 bieten wir unseren Patientinnen und Patienten nicht nur eine modernere Umgebung, sondern vor allem extrem kurze, barrierefreie Wege direkt am Haupteingang. Das ist gerade für Menschen mit chronisch‑neurologischen Einschränkungen eine enorme Erleichterung im Alltag“, betont MS‑Spezialschwester Angela Walter.

Zusätzliche Angebote

Neben der medizinischen Versorgung gibt es das regelmäßig stattfindende „Plaudercafé“. Dort treffen sich Betroffene und ihre Angehörigen jeden zweiten Donnerstag im Monat von 14.30 bis 16.00 Uhr zum lockeren Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung.

Historischer Kontext des Klinikums

Das Asklepios Fachklinikum Brandenburg ist mit über 650 Betten das größte psychiatrisch‑neurologische Krankenhaus im Land Brandenburg. Das Klinikgelände geht auf die 1915 gegründete Landesanstalt Görden zurück, wurde 1991 in Landesklinik Brandenburg umbenannt und 2006 von den Asklepios Kliniken übernommen. Heute umfasst das Haus ein breites Spektrum akuter und chronischer neurologischer Erkrankungen, darunter eine zertifizierte Stroke‑Unit und eine neurologische Intensivstation.

Mit dem Umzug der Neurologischen Ambulanz in Haus 43 wird nicht nur die Versorgung von rund 3 000 Menschen mit Multipler Sklerose in Brandenburg weiter verbessert, sondern auch ein klares Signal für patientenorientierte Infrastruktur gesetzt. Die Havelblatt‑Redaktion sieht darin einen wichtigen Schritt, die medizinische Versorgung im Land noch zugänglicher zu machen.