Magdeburger Ring: Sperrung bis 2028 wegen Straßenbahn

Der Magdeburger Ring bleibt bis 2028 wegen des Straßenbahnbaus teilweise gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Norden der Stadt führt

Magdeburger Ring: Sperrung bis 2028 wegen Straßenbahn
Symbolfoto · Foto: Maheshkumar Painam / Unsplash

Wer in der kommenden Woche durch Magdeburg fährt, muss erneut mit erheblichen Behinderungen rechnen. Vor allem im Norden der Stadt sorgen langfristige Bauarbeiten für Einschränkungen im Verkehr. Der Grund hierfür ist eines der größten Infrastrukturprojekte der Landeshauptstadt: der Neubau der zweiten Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn. Bis zum Jahr 2028 sollen insgesamt 13,5 Kilometer neue Gleise verlegt und 37 Haltestellen entstehen, um rund 40.000 bis 44.000 Einwohner besser an das Schienennetz anzubinden.

Der Engpass am Magdeburger Ring

Die umfangreichste Baustelle befindet sich derzeit an der Querung der Bundesstraße 1 (Albert-Vater-Straße) am Magdeburger Ring. Hier laufen ab dem 22. Juni 2026 bis voraussichtlich Oktober 2028 sowohl Gleisbauarbeiten der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) als auch parallele Kanal- und Leitungsarbeiten der Stadtwerke Magdeburg (SWM) und der Allgemeinen Gas- und Wasserwerke (AGM). Diese Maßnahme gilt als die größte und langfristigste Baustelle im gesamten Stadtgebiet.

Besonders betroffen ist die westliche Abfahrt vom Magdeburger Ring aus Richtung Stendal, die bis Oktober 2028 gesperrt bleibt. Durch die Verkehrsraumeinschränkungen und die veränderte Verkehrsführung müssen Autofahrer in diesem Bereich mit erheblichen Verzögerungen und Umwegen rechnen. Da der Magdeburger Ring eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt ist, wird der Stau hier besonders stark spürbar sein.

Sperrungen im Editharing und Kritzmannstraße

Auch im Bereich des Editharings laufen die Arbeiten für die zweite Nord-Süd-Verbindung auf Hochtouren. Seit Januar 2025 laufen hier die Bauarbeiten für den Neubau der Straßenbahnstrecke, die ursprünglich bis August 2027 geplant waren, nun aber im Gesamtzusammenhang bis 2028 andauern werden. Derzeit ist der Editharing halbseitig gesperrt. Vor allem Pendler, die diese Strecke täglich nutzen, müssen hier mit zusätzlichen Fahrzeiten rechnen.

Ebenfalls weiterhin vollständig gesperrt ist die Kritzmannstraße zwischen der Mechthildstraße und dem Olvenstedter Graseweg. Diese Vollsperrung ist ein zentraler Teil der Erschließung des Neustädter Feldes und bleibt bis Ende 2026 bzw. 2028 bestehen. Zwar bleibt der Parkplatz am Hermann-Bruse-Platz weiterhin erreichbar, doch für Anwohner und den lokalen Lieferverkehr entstehen durch die Sperrung zusätzliche Umwege.

Einschränkungen am Milchweg und weitere Hinweise

Der Milchweg ist im Zuge der Bauarbeiten für die Nord-Süd-Verbindung weiterhin nur eingeschränkt nutzbar. Im Umfeld der neuen Trasse gilt eine Sackgassenregelung, die Umwege für Anwohner und den Lieferverkehr notwendig macht. Die Bauarbeiten sind in sieben Abschnitte unterteilt; aktuell laufen die Projekte im Bauabschnitt 4 (Damaschkeplatz bis Hermann-Bruse-Platz) und 5 (Hermann-Bruse-Platz bis Ebendorfer Chaussee).

Das gesamte Vorhaben wird durch Fördermittel des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert. Einzelne Teilstücke, wie bereits der Bauabschnitt 2, kosteten allein 19,3 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung soll sich die Reisezeit für Bewohner der Stadtteile Neustädter Feld und Kannenstieg auf weniger als die Hälfte der bisherigen Buszeiten verkürzen. Weitere aktuelle Verkehrseinschränkungen und Umleitungen sind auf der offiziellen Baustellenkarte der Stadt einsehbar.