Landesbetrieb Straßenwesen rüstet sich für Hitzeschäden bei bis zu 40 Grad in Brandenburg
Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg bereitet sich auf eine angekündigte Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad vor, die das Straßennetz durch aufgeweichten Asphalt belasten könnte. Die 33 Straßenmeistereien verstärken ihre Kontrollen und erhöhen die Rufbereitschaft, um bei Schäden wie Spurrinnen oder Aufwölbungen schnell eingreifen zu können. Je nach Ausmaß der Verformungen sind Geschwindigkeitsbegrenzungen oder in Ausnahmefällen auch Teilsperrungen an Bundes- und Landesstraßen möglich. Verkehrsteilnehmer werden aufgefordert, bei Unebenheiten das Tempo anzupassen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Auf knapp 40 Grad sollen die Temperaturen am kommenden Wochenende im Land Brandenburg klettern. Der Landesbetrieb Straßenwesen rüstet sich daher bereits für mögliche Folgen. Laut eigenen Angaben verstärken die Straßenmeistereien Streckenkontrollen, erhöhen die Rufbereitschaft und stellen sich mit angepassten Arbeitsabläufen auf mögliche Hitzeschäden an Bundes- und Landesstraßen ein.
Warum der Asphalt schwitzt
Nicht jede Hitzewelle setzt dem Straßenbelag sofort zu. Ob Schäden entstehen, hängt vom Zusammenspiel mehrerer Faktoren ab: der Oberflächentemperatur der Fahrbahn, der Dauer der Hitzeperiode, der Verkehrsbelastung sowie der Bauweise und dem Zustand der Straße. Besonders kritisch wird es, wenn sich der Asphalt durch intensive Sonneneinstrahlung auf mehr als 60 Grad aufheizt und nachts dann nicht ausreichend abkühlt. Wie Fachleute erläutern, kann die Oberflächentemperatur des Asphalts bei extremen Bedingungen bis zu 20 Grad über der gemessenen Lufttemperatur liegen.
Wird das Bindemittel Bitumen durch diese Hitze weich, tritt es an die Oberfläche. Fachleute nennen das eine „schwitzende Decke". Unter der Last des Verkehrs können dann Verdrückungen, Spurrinnen, Aufwölbungen oder lose Asphaltstücke entstehen. Dieser Prozess mindert die Stabilität der Straße erheblich.
Einsatzkräfte und Maßnahmen
Die 33 Straßenmeistereien des Landesbetriebs kontrollieren das Straßennetz in den kommenden Tagen deshalb verstärkt. Sollten sich erste Verformungen zeigen, so versichert der Landesbetrieb eine kurzfristige Ausrückung der Einsatzkräfte. Ausreichend Splitt wurde dafür laut weiteren Angaben bereits bereitgestellt. Kleinere Schäden würden sich demnach durch Absplitten sichern, größere könnten jedoch Geschwindigkeitsbegrenzungen oder in Ausnahmefällen sogar Teil- oder Vollsperrungen nach sich ziehen.
Erfahrungen auf der A2
Zuletzt zu sehen auf der A2, wo es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Vollsperrungen aufgrund von Hitzeschäden kam. Wie Berichte belegen, wurden die Fahrspuren dort durch aufgewölbten Asphalt blockiert. Die Verkehrssicherheit hat bei Hitze oberste Priorität, weshalb der Landesbetrieb Straßenwesen die Verkehrsteilnehmer auffordert, bei Unebenheiten das Tempo anzupassen. Verkehrsteilnehmer sollten in den kommenden Tagen entsprechend auf kurzfristige Geschwindigkeitsbegrenzungen und Absicherungen achten.