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Grundstein für größten VBB-RadPark mit 357 Stellplätzen in Werder gelegt

In Werder (Havel) wurde der Grundstein für den größten VBB-RadPark mit 357 Stellplätzen gelegt, der am Bahnhofsvorplatz die Verknüpfung von Schiene und Radverkehr stärken soll. Das Projekt, finanziert zu 90 Prozent aus dem Bundesförderprogramm „Stadt und Land", umfasst eine gesicherte Sammelschließanlage mit digitalem Buchungssystem sowie einen frei zugänglichen überdachten Bereich. Als erster Standort der zweiten Bauphase im Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken in Brandenburg" wird die Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb genommen.

Grundstein für größten VBB-RadPark mit 357 Stellplätzen in Werder gelegt

In Werder (Havel) wurde gestern der Grundstein für den bislang größten VBB-RadPark gelegt. Am Bahnhofsvorplatz entsteht ein Fahrradparkhaus mit 357 Stellplätzen, das die Verknüpfung von Schiene und Radverkehr entscheidend stärken soll. Den Startschuss für die zweite Bauphase gaben der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, die Stadt Werder, das Bundesministerium für Verkehr sowie die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam. Die Anlage ist der erste von sechs Standorten dieser neuen Projektphase im Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken in Brandenburg".

Technische Ausstattung und Kapazitäten

Das neue Parkhaus ist in zwei Bereiche unterteilt, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. 159 Plätze befinden sich in einer gesicherten Sammelschließanlage, die über das digitale Buchungssystem ParkYourBike zugänglich ist. Dieses System ermöglicht es Nutzern, die gesicherten Stellplätze bequem per App zu reservieren und zu bezahlen. Zusätzlich stehen sechs Sonderstellplätze für Lastenfahrräder zur Verfügung. Der Rest der Kapazität, nämlich 192 Plätze, wird in einem überdachten, frei zugänglichen Bereich angeboten.

Die Bauweise der Anlagen folgt einem modularen Konzept in Holzbauweise, was nicht nur schnellere Errichtung, sondern auch Nachhaltigkeit ermöglicht. Viele Standorte verfügen bereits über begrünte Dächer und Photovoltaikmodule. Seit 2025 sind im Rahmen des Projekts bereits sieben Fahrradparkhäuser mit rund 1.300 Stellplätzen entstanden. Bis Ende 2026 sollen landesweit mehr als 1.200 weitere Stellplätze hinzukommen, unter anderem in Potsdam, Angermünde, Hoppegarten, Sachsenhausen und Blankenfelde.

Finanzierung und strategische Bedeutung

Die zuwendungsfähigen Baukosten für den Standort Werder liegen bei rund 1,7 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben zu 90 Prozent aus dem Bundesförderprogramm „Stadt und Land" sowie Landesmitteln aus Brandenburg und Berlin. Das Förderprogramm „Stadt und Land" des Bundes hat seit 2019 bereits Millionen Euro für kommunale Verkehrsprojekte bereitgestellt, um die regionale Infrastruktur zu modernisieren, wie auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr zu lesen ist.

Der Bahnhof Werder gilt als wichtiger Umsteigepunkt im Regionalverkehr, insbesondere für Pendler aus dem Havelland auf der Linie RB 21 zwischen Potsdam und Brandenburg. Der RadPark wird Teil der VBB-Mobilstation am Bahnhof und soll die Verknüpfung mit Angeboten wie E-Scootern oder Bikesharing für die „erste und letzte Meile" stärken. Die Inbetriebnahme ist noch in diesem Jahr geplant.

Ausblick auf weitere Infrastrukturprojekte

Christian Große, Erster Beigeordneter der Stadt Werder, ordnet das Projekt in größere Stadtentwicklungspläne ein. Er ist seit mehreren Jahren für die Stadtentwicklung in Werder verantwortlich und treibt die Mobilitätswende voran. „Mit dem Radfahrer- und Fußgängertunnel und der neuen Bahnunterführung an der L 90 stehen ab 2028 weitere zentrale Projekte bevor", so Große, was auch auf der Webseite der Stadt Werder nachzulesen ist.

Brandenburgs Staatssekretär für Infrastruktur, Volker-Gerd Westphal, nennt die Anlage „der bisher größte Baustein unserer Fahrradabstelloffensive an Bahnhöfen". Die weiteren Standorte der zweiten Bauphase sollen bis Ende 2026 fertiggestellt sein, um das Angebot an sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten im gesamten Land deutlich auszubauen.