Kriminalpolizei ermittelt nach Steinwurf-Attacke auf Wohnhaus in der Karl-Marx-Straße

Die Kriminalpolizei ermittelt nach einer Steinwurf-Attacke auf ein Wohnhaus in der Karl-Marx-Straße, bei der ein 32-Jähriger Fenster und eine Tür beschädigte

Am Dienstagabend, den 8. Juli 2026, gegen 23.10 Uhr, wurde die Polizei Brandenburg an der Havel zu einem Vorfall in der Karl-Marx-Straße gerufen. Dort hatte ein 32-jähriger Mann mehrere Steine gegen ein Mehrfamilienhaus geworfen und dabei erhebliche Sachbeschädigungen verursacht.

Laut einem Polizeisprecher richtete sich die Attacke gezielt gegen Fenster sowie die Hauseingangstür des Wohngebäudes. Zudem wurde ein Briefkasten in Mitleidenschaft gezogen. Der Täter beging die Tat in der Dunkelheit und flüchtete anschließend vom Tatort, ohne dass es zu einer Festnahme kam.

Ermittlungen der Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Es wurden mehrere Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung erstattet. Die Beamten gehen nun der Spur des Mannes nach, um ihn zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen. Bisher liegen keine Hinweise auf ein Motiv oder eine Bekanntschaft zwischen Täter und Bewohnern vor.

Historischer Hintergrund des Tatorts

Der Vorfall ereignete sich in einem Bereich mit besonderer stadtgeschichtlicher Bedeutung. Die Karl-Marx-Straße beherbergt eine denkmalgeschützte Wohnanlage, die 1935 und 1936 im Zuge des Rüstungsaufschwungs errichtet wurde. Der Bau- und Sparverein zu Brandenburg (Havel) ließ die Siedlung ursprünglich für Arbeiter, darunter auch Beschäftigte des Opel-Werks, anlegen.

Die Wohnanlage gilt als die erste größere Siedlung dieser Art in der Stadt. Heute befindet sie sich im Besitz der GWG Neuer Weg. Der Allee-Charakter der Straße wird durch einen begrünteten Mittelstreifen mit Lindenbepflanzung aus den 1920er Jahren geprägt.

Die Straße selbst trug ursprünglich den Namen Hohenzollernstraße. Sie wurde im Jahr 1946 in Karl-Marx-Straße umbenannt. Ein Gedenkstein zu Ehren des Philosophen wurde 1969 an der Straße aufgestellt.

Sachbeschädigungen in der Region

Der Angriff auf das Wohnhaus ist nicht der einzige Fall dieser Art in der Region Brandenburg in jüngster Zeit. In den letzten Monaten gab es weitere Vorfälle von Sachbeschädigungen. So wurde beispielsweise im März 2026 in Dahme-Spreewald ein Fall bekannt, bei dem Schäden in Höhe von über 1.000 Euro entstanden waren. Die Polizei mahnt in solchen Fällen zur Wachsamkeit und bittet Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei zu melden.