Knall in Görden: Polizei klärt Ursprung des Metallteils
Ein lauter Knall sorgte am Dienstagabend im Stadtteil Görden für Aufregung, nachdem ein 20 Zentimeter langes Metallteil vom Himmel fiel. Die Polizei ermittelt zum Ursprung des Vorfalls, bei dem Zeugen zuvor Kinder mit einer Spraydose am Spielplatz sahen
Ein lauter Knall sorgte gestern Abend im Stadtteil Görden für Aufregung und verunsicherte die Anwohner. Gegen 21.40 Uhr war im Bereich der Einsteinstraße und des Quenz ein plötzliches, heftiges Geräusch zu hören, das viele zunächst für eine Explosion hielten. Was sich hinter dem Lärm verbarg, ist derzeit noch unklar, doch ein Fundstück auf einem Privatgrundstück gibt der Polizei erste Anhaltspunkte für ihre Ermittlungen.
Ein Gartenbesitzer berichtete, dass ihm ein etwa 20 Zentimeter langes Metallteil vom Himmel fiel. Das Objekt, das er als Stück Stahl identifizierte, landete direkt neben seinem Grundstück. Fotos des Fundstücks, die bereits in sozialen Medien kursieren, zeigen ein recht massiv wirkendes Teil, das durch die Luft geflogen sein muss. Die Herkunft des Metalls steht jedoch noch zur Debatte.
Zeugen berichten von Spraydose am Spielplatz
Mehrere Anwohner gaben der Polizei gegenüber an, kurz vor dem Knall Kinder am nahegelegenen Spielplatz in der Einsteinstraße gesehen zu haben. Diese sollen eine Spraydose angezündet haben. Solche Aktionen, bei denen Druckgasdosen mit Feuerzeugen erhitzt werden, sind extrem gefährlich und führen häufig zu gewaltigen Explosionen. Die Hitze lässt den Druck in der Dose so stark ansteigen, dass die Metallhülle platzt. Dabei können scharfkantige Metallteile mit hoher Wucht wie Geschosse durch die Luft geschleudert werden – genau wie das gefundene Stück Stahl.
Ob das 20 Zentimeter lange Trümmerteil tatsächlich von einer solchen Dose stammt oder ob es sich um einen anderen Vorfall handelt, muss nun geklärt werden. Die Polizei Brandenburg recherchiert aktuell den genauen Sachverhalt und prüft die Zeugenaussagen. Eine offizielle Pressemitteilung mit den endgültigen Ergebnissen steht noch aus.
Görden: Wiederkehrendes Problemfeld
Der Vorfall passt in ein Bild, das in den vergangenen Monaten im Stadtteil Görden bereits mehrfach sichtbar wurde. Der Stadtteil, einer der größten Wohngebiete in Brandenburg an der Havel, war in den letzten Monaten Schauplatz diverser Vorfälle mit mutmaßlicher Brandstiftung und Graffiti-Sprühereien. Bereits in den vergangenen Monaten gab es Meldungen über illegale Aktionen, bei denen Feuer und Druckgasdosen eine Rolle spielten.
Die Polizei bittet daher alle Anwohner und Zeugen, die weitere Hinweise zu dem Vorfall vom Dienstagabend haben, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden. Jede Information, auch scheinbar unwichtige Details, kann helfen, die Ursachen des lauten Knalls zu klären und künftige Gefahrenquellen zu identifizieren. Bislang bleibt nur die Hoffnung, dass niemand zu Schaden kam und die Verantwortlichen bald ermittelt werden.