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Hitzebruch auf der A2: Vollsperrung bis Theeßen lähmt Verkehr Richtung Berlin

Die Autobahn 2 in Richtung Berlin ist zwischen Irxleben und Theeßen aufgrund massiver Hitzeschäden vollständig gesperrt, was zu einer 30 Kilometer langen Verkehrsbehinderung führt. Auslöser für das Aufplatzen der Fahrbahnoberfläche war ein neuer nationaler Hitzerekord von 41,5 Grad, der in Drewitz gemessen wurde. Die Autobahn GmbH des Bundes leitet den Verkehr derzeit über die A14 und die B1 um, während die Reparaturarbeiten an den betroffenen Stellen noch laufen. Eine verlässliche Prognose zur Wiedereröffnung der Strecke steht vorerst nicht fest.

Die extreme Sommerhitze hat am Samstagabend die Autobahn 2 Richtung Berlin in ein beispielloses Verkehrschaos verwandelt. Während die Lage in Richtung Hannover nach Reparaturen bei Burg am kommenden Nachmittag wieder entspannen sollte, bricht der Verkehr in die Hauptstadt komplett zusammen. Die Autobahn GmbH des Bundes meldet nun weitere massive Probleme, die sich direkt aus dem historischen Hitzerekord in der Region ergeben.

Neue Sperrungen am Kreuz Magdeburg und bei Irxleben

Kurz vor dem Kreuz Magdeburg ist ein weiterer akuter Hitzeschaden aufgetreten, der den Verkehr zum Erliegen bringt. Die neue Sperrung führt dazu, dass der Verkehr ab sofort weiträumig über die A14 umgeleitet wird. Dieser Schaden reiht sich in die bereits zuvor eingerichtete Vollsperrung auf der Richtungsfahrbahn Berlin kurz hinter der Anschlussstelle Irxleben ein. Dort werden bereits im Stau stehende Fahrzeuge sukzessive herausgeleitet, wobei die Umleitung über die B1 zur A14 (Anschlussstelle Magdeburg-Stadtfeld) führt. Eine verlässliche Prognose zur Fertigstellung dieser Abschnitte steht derzeit noch aus.

Vollsperrung bis Theeßen und der neue Hitzerekord

Auch weiter östlich verschärft sich das Szenario dramatisch. Der zuvor gemeldete Hitzeschaden kurz vor Wollin/Lehnin hat unmittelbare Auswirkungen auf das Jerichower Land: Die Autobahn GmbH hat die Sperrung aufgrund des Schadens bei Wollin massiv vorgezogen und führt sie nun komplett bis zur Anschlussstelle Theeßen. Auch bei Theeßen hat sich eine neue, hitzebedingte Schadstelle rund einen Kilometer hinter der Abfahrt in Richtung Berlin aufgetan. Die Reparaturen beginnen in den nächsten Stunden, wobei derzeit noch Material beseitigt wird, um eine neue Decke aufzubringen. Die letzte freie Abfahrt aus Richtung Hannover ist somit Theeßen.

Die Behörde bestätigte, dass Experten derzeit zwei potenzielle Schadstellen in diesem Bereich genau beobachten. Aus der Zentrale der Autobahn GmbH heißt es dazu, dass spätestens am Montag exakt geklärt sein wird, wie die weiteren Reparaturen vonstattengehen. Durch diese vorgezogene Sperrung ist die Autobahn in Richtung Berlin nun auf einer Länge von rund 30 Kilometern vollgesperrt. Eine Entlastung der ohnehin strapazierten Umleitungsstrecken ist damit vorerst komplett vom Tisch.

Dass die Beton- und Asphaltschichten reihenweise nachgeben, ist angesichts der Wetterdaten kaum verwunderlich. Das Jerichower Land war am Samstag der Glutofen der Nation. Drewitz, ein Ortsteil von Möckern in unmittelbarer Nachbarschaft zu Theeßen, war heute mit amtlich gemessenen 41,5 °C der heißeste Ort in ganz Deutschland und hat damit den bisherigen deutschen Rekord von 41,3 °C aus dem Jahr 2019 übertroffen.

Hintergrund der Schäden und Auswirkung auf den Verkehr

Die physikalischen Ursachen für den Zusammenbruch der Infrastruktur liegen auf der Hand. Bei extremen Temperaturen dehnt sich der Beton in den älteren Fahrbahnen aus. Wenn die Dehnungsfugen die thermische Ausdehnung nicht kompensieren können, baut sich ein enormer Druck auf, der dazu führt, dass die Straße unkontrolliert aufplatzt. Dieses Phänomen wird als Fahrbahnaufbruch bezeichnet. Die Autobahn GmbH des Bundes, die für den Erhalt und die Instandsetzung der deutschen Autobahnen zuständig ist, führt bei solchen Extremtemperaturen verstärkte Streckenkontrollen durch, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Für den Fernverkehr in Richtung Bundeshauptstadt bedeutet diese kombinierte Sperrlage eine logistische Katastrophe. Da ab Theeßen dicht ist, wird der gesamte Schleich- und Schwerlastverkehr gezwungen sein, die Route über Theeßen zu nutzen, um dann erst mühsam weit hinter den Schadstellen wieder auf die A2 in Richtung Berlin auffahren zu können. Dies führt zu massiven Staus und einer Überlastung der Regionalstraßen im Jerichower Land. Rettungskräfte, darunter die Motorradstaffel der Johanniter, unterstützen gestaute Autofahrer bereits mit Getränken und medizinischer Versorgung.

Die Autobahn GmbH hat bestätigt, dass beschädigte Betonstellen in der Regel durch moderneren Asphalt ersetzt werden, da dieser sich bei Hitze verformen kann, ohne aufzuplatzen. Bis die exakten Prüfergebnisse und Reparaturpläne für die Schadstellen bei Theeßen vorliegen, bleibt die Lage für alle Reisenden in Richtung Berlin angespannt.