Hetairoi e.V. demonstriert antike griechische Mode bei Archäotechnica 2026
Der Verein Hetairoi e.V. zeigt im Klostergarten des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg, wie antike griechische Kleidung und Schmuck nach historischen Vorlagen hergestellt wurden
Der Verein Hetairoi e.V. aus Speyer präsentiert bei der diesjährigen Archäotechnica die Mode der griechischen Antike. Gegründet 2005 und seit 2012 als eingetragener Verein aktiv, widmet sich Hetairoi der Rekonstruktion des Alltagslebens im antiken Griechenland von der späten Archaik bis zum Hellenismus (ca. 5. – 2. Jahrhundert v. Chr.). In den Vorführungen im Klostergarten des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg zeigen die Mitglieder, wie Kleidung und Schmuck damals hergestellt und getragen wurden.
Der Verein Hetairoi
Hetairoi versteht sich als Interessengemeinschaft, die historische Handwerkskunst erlebbar macht. Die Vereinsmitglieder fertigen nach aktuellen Forschungsergebnissen antike Textilien, färben Stoffe und stellen Schmuckstücke nach Vorbildern aus Vasenmalereien und Skulpturen her. Dabei wird nicht nur das Aussehen, sondern auch die Herstellungsweise von Leinen, Schafwolle und – seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. – von Seide erläutert, die damals ein Luxusgut darstellte.
Archäotechnica 2026 – Thema und Rahmen
Die Archäotechnica ist ein jährlich stattfindendes lebendiges Geschichtsereignis im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg. Das diesjährige Schwerpunktthema lautet „Fasern, Kleider, Schmückendes – Mensch und Mode durch die Jahrtausende“. Vom 1. bis 2. August 2026 öffnen sich von 10 bis 17 Uhr die Tore des historischen Klostergartens, der im ehemaligen Dominikanerkloster St. Pauli aus dem 13. Jahrhundert liegt. Das Museum wurde nach einer umfassenden Restaurierung im September 2008 eröffnet und bietet damit einen authentischen Rahmen für die Darstellung antiker Lebenswelten.
Griechische Kleidung im Fokus
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die typischen Kleidungsstücke der griechischen Antike. Der Chiton, ein einfaches rechteckiges Untergewand, wurde aus Leinen oder Wolle gefertigt und mit einem Gürtel tailliert. Frauen trugen darüber häufig die Peplos, ein weiteres rechteckiges Gewand, das kunstvoll drapiert wurde. Männer ergänzten ihr Outfit mit dem Himation, einem breiten Mantel, und später mit dem Chlamys, einem kurzen, schulterfreien Umhang. Hetairoi demonstriert, wie diese Stoffe zugeschnitten, genäht und gefärbt wurden, und erklärt die jeweiligen sozialen Bedeutungen und modischen Entwicklungen.
Mitmach‑Workshops und Besucher*innen
Im Klostergarten können Besucher*innen selbst Hand anlegen. In kurzen Workshops wird die antike Textilherstellung praktisch erprobt: Vom Spinnen von Leinen bis zum Färben mit natürlichen Farbstoffen. Zusätzlich gibt es eine Station, an der antike Schmucktechniken vorgestellt werden, sodass Interessierte die Möglichkeit haben, eigene Nachbildungen zu gestalten. Die Veranstalter freuen sich darauf, das mediterrane Flair der griechischen Mode erlebbar zu machen und dabei die Schönheitsideale sowie die sich wandelnden Modetrends jener Zeit zu erläutern.
Veranstaltungsdetails
Die Archäotechnica 2026 findet am 1. und 2. August im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, Neustädtische Heidestraße 28, 14776 Brandenburg an der Havel, statt. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt, Familienkarten liegen bei 10 Euro. Weitere Informationen erhalten Interessierte über die Website des Havelblatts.