Hertha BSC bindet Josip Brekalo bis 2028 fest

Der kroatische Nationalspieler Josip Brekalo verlängert seinen Vertrag bei Hertha BSC bis 2028 und sichert sich so eine feste Rolle im Kader der Berliner

Hertha BSC bindet Josip Brekalo bis 2028 fest
Symbolfoto · Foto: Janosch Jost / Unsplash

Fußball-Zweitligist Hertha BSC hat eine wichtige Weiche für die kommende Saison gestellt. Der 28-jährige kroatische Nationalspieler Josip Brekalo bleibt dem Club aus dem Herzen Berlins erhalten und hat seinen Vertrag nun bis zum Jahr 2028 verlängert. Die Entscheidung kommt für die Berliner überraschend nicht, denn der Offensivspieler hat sich seit seinem Wechsel im Winter bereits fest im Team etabliert.

Sportdirektor Benjamin Weber zeigte sich über das Bekenntnis des Kroaten erfreut. „Josip hat sich seit seiner Ankunft in Berlin im Winter sofort sehr stark mit Hertha BSC identifiziert, war direkt ein wichtiger Faktor in unserem Spiel und in der Mannschaft“, sagte Weber. Der Manager, der den Kaderaufbau der letzten Jahre maßgeblich prägt, betonte, dass sich der Spieler zum jetzigen Zeitpunkt klar zu Hertha BSC bekannt habe.

Effiziente Bilanz in der Winterpause

Brekalo kam im Januar 2026 ablösefrei von Real Oviedo nach Berlin. Die Entscheidung für den Wechsel war für beide Seiten erfolgreich. In seiner ersten Saisonhälfte bei Hertha konnte der offensive Mittelfeldspieler direkt überzeugen: In 12 Einsätzen erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Diese Bilanz unterstreicht seine Wichtigkeit für das offensive Spiel der Hauptstädter in der laufenden Zweitliga-Saison.

Der gebürtige Zagreber bringt eine umfangreiche Karriere in Deutschland mit. Vor seinem Wechsel zu Hertha spielte er bereits für den VfL Wolfsburg und den VfB Stuttgart. Diese internationale Erfahrung soll dem Team in der entscheidenden Phase der Saison zugutekommen.

Kontroverse Vergangenheit und nationale Karriere

Mit 35 Länderspieleinsätzen ist Brekalo eine erfahrene Figur im kroatischen Nationalkader. Er nahm bereits an der Europameisterschaft 2021 teil, sein letztes Spiel für die „Vatreni“ liegt jedoch drei Jahre zurück. Seine Karriere war nicht immer frei von Kontroversen. Im Jahr 2018 sorgte er für Aufsehen, als er eine Kapitänsbinde mit LGBT-Flaggenfarben ablehnte. Damals begründete er seine Entscheidung mit seiner christlichen Überzeugung. In Berlin scheint diese Vergangenheit jedoch keine Hürde für die Integration in den Kader gewesen zu sein.

Strategischer Kaderaufbau unter Weber

Die Vertragsverlängerung passt in die Strategie von Sportdirektor Benjamin Weber, der seit Januar 2023 im Amt ist. Weber, der zuvor unter anderem als Videoanalyst unter Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund, Paris Saint-Germain und Chelsea gearbeitet hatte, legt großen Wert auf die Identifikation der Spieler mit dem Verein. Sein eigener Vertrag bei Hertha wurde kürzlich ebenfalls verlängert und läuft bis 2027. Mit der Bindung von Brekalo sichert sich Hertha einen Spieler, der nicht nur torgefährlich ist, sondern auch die notwendige Routine in der zweiten Liga mitbringt.

Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal für die Fans, die den Verein in der zweiten Liga stabilisieren wollen. Brekalo gilt als einer der schillerndsten Namen im aktuellen Aufgebot und soll die Mannschaft auch in den kommenden Jahren voranbringen.