Cottbus zahlt 59.750 Euro Strafe für Pyrotechnik

Der FC Energie Cottbus muss nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga eine Geldstrafe von 59.750 Euro an den DFB zahlen, weil Fans beim Spiel gegen Regensburg 145 Pyrotechnik-Gegenstände zündeten und auf das Feld stürmten

Cottbus zahlt 59.750 Euro Strafe für Pyrotechnik
Symbolfoto · Foto: Mario Klassen / Unsplash

Der Zweitliga-Aufstieg hat für den FC Energie Cottbus ein teures Nachspiel. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Club am 23. Juli 2026 zu einer Geldstrafe in Höhe von 59.750 Euro. Hintergrund des Urteils ist das Verhalten der Cottbuser Fans vor, während und nach dem entscheidenden Drittliga-Spiel beim SSV Jahn Regensburg am 16. Mai 2026.

Bei dem Spiel, das mit einem 1:0-Sieg der Energie-Profis durch den Treffer von Jannis Boziaris endete, feuerten die Anhänger insgesamt 145 pyrotechnische Gegenstände ab. Die Verstöße begannen bereits vor Anpfiff und setzten sich während der Partie fort. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Lage, als zahlreiche Fans auf das Spielfeld stürmten, um den Aufstieg zu feiern. Auch in diesem Moment wurden erneut mehrere Feuerwerkskörper gezündet.

Rechtskräftiges Urteil und Verwendungszweck

Das Verfahren wurde vom DFB-Kontrollausschuss eingeleitet und im Einzelrichterverfahren entschieden. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, womit die Entscheidung rechtskräftig ist. Die Höhe der Sanktion orientiert sich an der Ordnung für das Sportgericht des DFB, die bei solch massiven Verstößen gegen die Sicherheitsbestimmungen entsprechende Geldbußen vorsieht.

Ein besonderes Merkmal der Strafe ist die Möglichkeit der zweckgebundenen Verwendung. Von den verhängten 59.750 Euro dürfen die Cottbuser bis zu 19.900 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen investieren. Dies soll dazu dienen, zukünftige Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen. Der Nachweis über die ordnungsgemäße Verwendung dieser Gelder muss dem DFB bis zum 31. März 2027 erbracht werden.

Die restlichen eingezogenen Mittel fließen mittelbar in fußballnahe Stiftungen, die den Satzungszwecken des DFB entsprechen. Für die Cottbuser Fanszene bedeutet das Urteil eine deutliche Mahnung an der Schwelle zur 2. Bundesliga. Die Strafe zählt zu den höchsten, die in der dritten Liga der letzten Jahre für Pyrotechnik und Platzstürme verhängt wurden, und unterstreicht die Null-Toleranz-Politik des Verbandes gegenüber Sicherheitsverstößen.