Helios‑Kliniken Magdeburg und ver.di schließen Tarif für nichtärztliches Personal bis 2029
Helios‑Kliniken im Cluster Magdeburg und ver.di haben bis 2029 ein einheitliches Tarifpaket vereinbart, das Löhne und Ausbildungsvergütungen für das nichtärztliche Personal deutlich anhebt
„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit ver.di eine einheitliche Lösung für die größte Berufsgruppe in unseren Kliniken erzielen konnten“, sagt Michael Lange, Geschäftsführer der Helios Kliniken im Cluster Magdeburg. „Mit der Übernahme der Entgeltstruktur des Konzern‑Tarifvertrags schaffen wir einheitliche Rahmenbedingungen für die Mitarbeitenden des nichtärztlichen Dienstes und stärken die Attraktivität unserer Häuser als Arbeitgeber.“
Der neue Tarifvertrag gilt vom 1. Juli 2026 bis zum 31. März 2029 und integriert die Entgeltstruktur des Helios‑Konzern‑Tarifvertrags in die Haustarifverträge der Standorte Burg, Zerbst und Oschersleben. Die Lohnentwicklung wird in drei Stufen umgesetzt: 4 % rückwirkend ab dem 1. Juli 2024, 2 % zum 1. April 2025 und weitere 2 % zum 1. Januar 2026.
Auch die Ausbildungsvergütung wird angehoben. Ab dem 1. Januar 2025 erhalten Auszubildende eine Aufstockung von 50 € pro Monat, die im darauffolgenden Ausbildungsjahr erneut um 50 € erhöht wird. Zusätzlich erhalten Beschäftigte in den Jahren 2025 und 2026 jeweils einen zusätzlichen freien Tag zur Entlastung.
Der lokale Abschluss reiht sich in den überregionalen Helios‑ver.di‑Tarifrahmen ein, der rund 21 000 nichtärztliche Beschäftigte in 33 Helios‑Kliniken mit einer Gesamtlohnerhöhung von 6 % in zwei Schritten vorsieht. Durch die Angleichung an den Konzern‑Tarif wird die Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken im gesamten Verbund gestärkt.
Hintergrund des Helios‑Clusters Magdeburg
Der Cluster Magdeburg umfasst vier Einrichtungen: die Helios Klinik Jerichower Land in Burg, die Helios Bördeklinik in Oschersleben, die Helios Klinik Zerbst/Anhalt und die Helios Fachklinik Vogelsang‑Gommern. Seit April 2023 leitet Michael Lange gemeinsam mit Philipp Smolka das Cluster, wobei der Fokus auf standortübergreifender Versorgung und dem Nutzen von Synergien liegt.
Tarifinhalt
Durch die Übernahme der Konzern‑Entgelttabelle erhalten die Mitarbeitenden des nichtärztlichen Dienstes einheitliche Gehaltsstrukturen an allen drei Standorten. Die schrittweise Lohnsteigerung von insgesamt 8 % erfolgt in den genannten drei Stufen (4 % ab 1. Juli 2024, 2 % zum 1. April 2025, 2 % zum 1. Januar 2026). Die Erhöhung der Ausbildungsvergütung sowie die zusätzlichen freien Tage sollen die Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und langfristige Planungssicherheit für die Beschäftigten schaffen.
Die Verhandlungen wurden in intensiven Gesprächen zwischen den Helios‑Kliniken in Burg, Oschersleben und Zerbst sowie ver.di geführt und endeten in einer für beide Seiten vorteilhaften Einigung.
„Mit der Vereinbarung schaffen wir Transparenz und Verlässlichkeit für unsere Mitarbeitenden. Gleichzeitig profitieren unsere Beschäftigten von einer langfristig einheitlichen Entgeltstruktur innerhalb des Helios‑Konzerns“, ergänzt Michael Lange.