Frank Trommer und Pierre Stoll zeigen prähistorischen Schmuck in Brandenburg an der Havel

Frank Trommer und Pierre Stoll von Trommer Archäotechnik zeigen bei der Archäotechnica in Brandenburg an der Havel die Herstellung prähistorischen Schmucks aus Bronze

Symbolfoto · Foto: Raul Barrios / Unsplash

Metallhandwerk aus der Bronzezeit

Die Archäotechnica öffnet am 1. und 2. August ihre Tore im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg. Unter dem Motto „Fasern, Kleider, Schmückendes – Mensch und Mode durch die Jahrtausende“ lädt die Veranstaltung dieses Jahr zu einer modischen Reise durch die Epochen ferner Vergangenheit ein. Im Fokus stehen dabei nicht nur Textilien, sondern auch die metallenen Accessoires, die in prähistorischen Zeiten weit mehr waren als bloßer Zierrat.

Experten aus Blaubeuren

Für die Demonstration der metallurgischen Techniken sind Frank Trommer und Pierre Stoll von Trommer Archäotechnik aus Blaubeuren zu Gast. Beide gehören zu den erfahrensten Handwerkern in ihrem Bereich. Frank Trommer, geboren 1957 in Dortmund, ist nicht nur Schmied und Archäotechniker, sondern auch staatlich geprüfter Denkmalpfleger. Seit 1991 arbeitet er selbstständig und kooperiert regelmäßig mit bedeutenden Einrichtungen wie dem Archäologischen Freilichtlabor Lauresham. Seine fundierte Expertise in der historischen Metallverarbeitung verdankt er unter anderem seiner Ausbildung bei dem renommierten Damaststahlschmied Manfred Sachse sowie seiner Technikerschule für Denkmalpflege im Münsterland.

Sein Partner Pierre Stoll ist ebenfalls Archäotechniker und hat sich als Damaststahlschmied spezialisiert. Gemeinsam widmen sie sich der Nachgestaltung prähistorischer Funde. Bei der Archäotechnica werden die beiden Handwerker ihr Können live vorführen: Sie entfachen das Feuer, bearbeiten Metalle vor Ort und formen daraus attraktive Schmuckstücke nach archäologischen Vorbildern.

Schmuck als Statussymbol

Während Archäologen die gefundenen Artefakte datieren und wissenschaftlich erforschen, liegt der Fokus der Archäotechnik auf der einstigen Herstellung. Besucher können den Handwerkern über die Schulter schauen und erhalten Einblicke in alte Techniken wie den Bronzeguss. Die Zeitreise verdeutlicht dabei, dass Accessoires in der Bronzezeit und den folgenden Metallzeiten nicht nur dekorative Zwecke erfüllten, sondern auch als wichtige Statussymbole dienten. Die beiden Experten lassen sich gern Fragen zu ihren Arbeitsmethoden und der historischen Bedeutung der Fundstücke stellen.

Besuchsinformationen

Die Archäotechnica 2026 findet am 1. und 2. August jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Der Veranstaltungsort ist das Archäologische Landesmuseum Brandenburg in der Neustädtischen Heidestraße 28, 14776 Brandenburg an der Havel.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Familien zahlen 10 Euro. Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm sind auf der Website des Museums verfügbar.