Filmmuseum Potsdam zeigt am 7. Juli DDR‑Underground‑Kurzfilme und Böttchers Dokumentarfilm Die Mauer

Am 7. Juli präsentiert das Filmmuseum Potsdam im Rahmen von DEFA 80 ein Kurzfilmprogramm mit DDR‑Underground‑Werken, gefolgt von Jürgen Böttchers Dokumentarfilm Die Mauer

Am Dienstag, den 7. Juli 2026, öffnet das Filmmuseum Potsdam seine Türen für einen besonderen Filmabend, der die späten Jahre der DDR aus ungewöhnlichen Blickwinkeln beleuchtet. Ab 18 Uhr startet das Kurzfilmprogramm „DDR Underground“, gefolgt um 20 Uhr von Jürgen Böttchers preisgekröntem Dokumentarfilm „Die Mauer“. Der Abend wird von Peter Badel vom Freundeskreis des Filmmuseums moderiert.

Programm

Das Kurzfilmprogramm „DDR Underground“ präsentiert experimentelle und unabhängige Arbeiten aus den Jahren 1986 bis 1991. Die rund 70 Minuten langen Filme entstanden abseits staatlicher Strukturen und zeigen Einflüsse von Punk, Umweltbewegungen und Avantgarde. Sie geben Einblicke in alternative Lebenswelten der späten DDR und der frühen Wendezeit. Im Anschluss zeigt das Museum den Dokumentarfilm „Die Mauer“, der die unmittelbare Zeit nach dem Mauerfall künstlerisch verarbeitet.

Hintergrund der DEFA‑80‑Jubiläumsreihe

Der Filmabend ist Teil der Jubiläumsreihe „DEFA 80“, die das 80‑jährige Bestehen der 1946 in Potsdam‑Babelsberg gegründeten Filmgesellschaft DEFA feiert. Im Rahmen dieser Reihe werden das ganze Jahr über Ausstellungen und weitere Filmreihen organisiert, um das filmische Erbe der DDR zu beleuchten.

Beteiligte und Organisation

Das Kurzfilmprogramm wurde von Masterstudierenden des Studiengangs Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF kuratiert. Seit 2011 ist das Filmmuseum Potsdam ein In‑Institut der Filmuniversität und betreibt ein Kino, das seltene und experimentelle Filme zeigt. Der Freundeskreis des Filmmuseums, ein seit 2003 eingetragener gemeinnütziger Verein, unterstützt das Haus finanziell und programmatisch; Peter Badel ist dort als Mitglied aktiv.

Ort und Geschichte des Filmmuseums

Das Filmmuseum Potsdam, 1981 als „Filmmuseum der DDR“ eröffnet, befindet sich im historischen Marstall des Potsdamer Stadtschlosses. Mit über 6 300 m² Ausstellungsfläche und einem 120‑Sitz‑Kino bietet das Museum einen idealen Rahmen, um das filmische Erbe der DDR zu präsentieren und aktuelle Diskussionen rund um die Wendezeit zu fördern.

Der Abend verspricht nicht nur seltene filmische Perspektiven, sondern auch die Möglichkeit, Jürgen Böttcher persönlich zu treffen und mit ihm über die Entstehung und Bedeutung seines Werks zu sprechen. Weitere Informationen zum Filmabend finden Interessierte auf der Website des Filmmuseums.