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Fast jedes fünfte Landespersonal in Sachsen-Anhalt arbeitet 2025 bei der Polizei

Am Stichtag 30. Juni 2025 waren in Sachsen-Anhalt 8.330 Personen bei der Polizei tätig, was fast jedem fünften Beschäftigten im Kernhaushalt des Landes entspricht. Im Vergleich zum Jahr 2020 stieg die Zahl der Polizeibeamten um 175 Personen, während sich die Struktur der Belegschaft deutlich veränderte. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten sank auf 6,8 Prozent, gleichzeitig wuchs der Frauenanteil auf 34,9 Prozent.

Fast jedes fünfte Landespersonal in Sachsen-Anhalt arbeitet 2025 bei der Polizei

Fast ein Fünftel des gesamten Landespersonals in Sachsen-Anhalt war im Jahr 2025 im Polizeidienst tätig. Am Stichtag 30. Juni 2025 arbeiteten dort 8.330 Personen. Im Vergleich zum Jahr 2020, als noch 8.155 Beschäftigte gezählt wurden, bedeutet dies einen Anstieg um 175 Personen bzw. 2,2 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Internationalen Tages des öffentlichen Dienstes, der jährlich am 23. Juni begangen wird. Fast jede bzw. jeder fünfte Beschäftigte (19,1 Prozent) aller 43.520 Personen im Kernhaushalt des Landes war somit im letzten Jahr bei der Polizei im Einsatz.

Verschiebung hin zu Vollzeit und mehr Frauen

Ein besonders auffälliges Merkmal der aktuellen Statistik ist die deutliche Veränderung der Beschäftigungsformen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei der Polizei ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Während 2020 noch fast jede zehnte Person in Teilzeit arbeitete, war es 2025 nur noch knapp jede 15. Die Teilzeitquote verringerte sich damit von 9,5 auf 6,8 Prozent. Dieser Wert ist im Vergleich zu anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes, in denen Teilzeitquoten oft zwischen 20 und 30 Prozent liegen, ungewöhnlich niedrig. Experten deuten dies als Reaktion auf den akuten Fachkräftemangel und den hohen Bedarf an voll einsatzfähigen Kräften im Schicht- und Einsatzdienst.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Vollzeitäquivalente von 7.960 auf 8.235, was einem Anstieg von 3,4 Prozent entspricht. Dieser Zuwachs übertrifft den reinen Personalzuwachs der Kopfzahl, was auf eine strategische Umstellung der Dienstverhältnisse hindeutet. Auch die Diversität hat sich verbessert: Der Frauenanteil erhöhte sich im selben Zeitraum von 32,3 auf 34,9 Prozent. Damit ist inzwischen jede dritte Stelle im Polizeibereich mit einer Frau besetzt. Mit diesem Wert liegt Sachsen-Anhalt über dem oft bei 20 bis 25 Prozent liegenden Bundesdurchschnitt, was auf aktive Rekrutierungsmaßnahmen der Landespolizei schließen lässt.

Gesamtbilanz des öffentlichen Dienstes

Im weiteren Kontext des Landeshaushalts hat sich die Zahl der Beschäftigten und der Vollzeitäquivalente in den letzten fünf Jahren kaum verändert. Der Kernhaushalt zählte 2020 insgesamt 43.500 Beschäftigte. Bis 2025 stieg diese Zahl nur geringfügig auf 43.520. Die Zahl der Vollzeitäquivalente wuchs im gleichen Zeitraum von 41.495 auf 41.660. Die Polizei bleibt damit der größte Einzelbereich innerhalb des öffentlichen Dienstes des Landes.

Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung sind die Absolutwerte auf ein Vielfaches von 5 gerundet. Die Summe der gerundeten Werte kann daher von der ebenfalls gerundeten Gesamtsumme leicht abweichen. Weitere detaillierte Informationen zum Thema Personal im öffentlichen Dienst finden Interessierte im Internetangebot des Statistischen Landesamtes. Der Internationale Tag des öffentlichen Dienstes dient laut Bundesinnenministerium jährlich dazu, die Bedeutung des öffentlichen Dienstes für die Gesellschaft hervorzuheben.