Ernst-von-Bergmann-Klinik startet ab Juli 2026 Lungenkrebsscreening in Potsdam und Bad Belzig
Die Ernst-von-Bergmann-Klinikgruppe startet am 1. Juli 2026 in Potsdam und Bad Belzig ein strukturiertes Lungenkrebsscreening für gesetzlich Versicherte. Mit einer Niedrigdosis-Computertomographie können Ärzte kleinste Veränderungen in der Lunge erkennen, bevor Symptome auftreten, was bei dieser oft spät diagnostizierten Erkrankung entscheidend ist. Das Angebot richtet sich primär an Raucher zwischen 50 und 75 Jahren sowie Personen mit weiteren Risikofaktoren wie Asbestbelastung oder familiärer Vorbelastung.
Ab dem 1. Juli 2026 erweitern die Kliniken der Ernst von Bergmann Gruppe in Potsdam und Bad Belzig ihr Angebot um ein strukturiertes Lungenkrebsscreening für gesetzlich Krankenversicherte. Mit einer Niedrigdosis-Computertomographie können die Ärzte kleinste Veränderungen in der Lunge erkennen, noch bevor Symptome auftreten. Genau das ist bei dieser Erkrankung entscheidend, da sie im frühen Stadium meist beschwerdefrei verläuft und oft erst spät diagnostiziert wird. Das Screening ist seit Juli 2022 eine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wie der GKV-Spitzenverband bestätigt.
Das Angebot richtet sich primär an Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die aktive oder ehemalige Raucher mit einer Rauchhistorie von mindestens 30 Packungsjahren sind. Als Faustregel gilt dabei beispielsweise der Konsum einer Zigarettenpackung täglich über einen Zeitraum von 30 Jahren. Auch Personen mit zusätzlichen Risikofaktoren wie familiärer Vorbelastung oder beruflicher Schadstoffexposition, etwa durch Asbest, Radon oder Feinstaub, können teilnehmen. Vor der Untersuchung steht ein Beratungsgespräch, in dem die Eignung geprüft wird. Dieses findet in den Hausarztpraxen sowie in der Praxis für Pneumologie der Poliklinik in Potsdam oder in den Hausarztpraxen des MVZ Bad Belzig statt.
Niedrigdosis-CT und zertifizierte Weiterbehandlung
Die eigentliche CT-Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Sie findet in den Praxen für Radiologie der Poliklinik Potsdam beziehungsweise im MVZ Bad Belzig statt. Ein entscheidender Vorteil dieser Methode ist, dass Niedrigdosis-CTs die Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen CTs um bis zu 80 Prozent reduzieren, was die Wiederholbarkeit der Untersuchungen im Screening-Verfahren sicherstellt. Fällt der Befund auffällig aus, erfolgt eine Zweitbefundung im Zentrum für interventionelle und diagnostische Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam.
Besteht dann weiterhin ein hoher Verdacht auf Lungenkrebs, übernimmt das zertifizierte Lungenkrebszentrum am Klinikum die weitere Abklärung, etwa mit einer Gewebeentnahme aus der Lunge. Das Klinikum Ernst von Bergmann ist als eines der wenigen zertifizierten Lungenkrebszentren in der Region für die weitere Diagnostik und Therapie bei auffälligen Befunden zuständig. Diese Auszeichnung garantiert eine besonders hohe Qualität in der Behandlung, wie die Informationen des Klinikums belegen.
Bedeutung für die Region
Die Einführung dieses Screenings ist vor dem Hintergrund der aktuellen Krebsstatistik von großer Bedeutung. Laut dem Robert Koch-Institut ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern und die zweithäufigste bei Frauen in Deutschland. Da das Screening in festgelegten Abständen, in der Regel jährlich, stattfindet, solange die Risikofaktoren bestehen bleiben, bietet es eine langfristige Perspektive für die Früherkennung. Die Stadt Potsdam hat den Start des Programms in der Region bereits begrüßt, da es die medizinische Versorgung vor Ort weiter stärkt. Für alle Teilnehmer entstehen durch die gesetzliche Verankerung keine zusätzlichen Kosten.