Entscheidung zur Freigabe der Grabenstraße heute
An der Potsdamer Grabenstraße läuft die entscheidende Bauabnahme, die heute Nachmittag über die Verkehrsfreigabe entscheiden soll, während eine zwingende Ruhezeit für das Pflaster eine frühere Öffnung verhindert
Bauabnahme an der Grabenstraße: Entscheidung am Nachmittag
In diesen Minuten läuft an der Potsdamer Grabenstraße die entscheidende Bauabnahme. Bis zum heutigen Nachmittag soll feststehen, wann die Straße wieder für den Verkehr geöffnet wird. Nach Angaben von Andreas Strauß, Prokurist der ausführenden Firma ITG Brandenburg, ist eine Öffnung bei positivem Ergebnis bereits morgen oder spätestens am Montag möglich. Seit Tagen fragen sich viele Anwohner, warum die Straße weiterhin gesperrt ist, obwohl auf der Baustelle keine Fahrzeuge und Arbeiter mehr zu sehen sind.
Warum das Pflaster noch nicht befahren werden darf
Nach außen wirkt es, als seien die Arbeiten abgeschlossen. Doch für eine Freigabe braucht das neu verlegte Pflaster eine zwingende Ruhezeit, damit das Fugenmaterial vollständig aushärten und den Verbund sichern kann. Gerade in der nördlichen Grabenstraße, wo Anwohner beim Ein- und Ausparken viel Rangierbewegung erzeugen, würde eine zu frühe Freigabe das Pflaster wieder lockern und die gesamte Arbeit zunichtemachen.
Gegenwärtig laufen die offiziellen Abnahmen der Oberflächen durch die Baufirma. Vor Ort werden die neu hergestellten Flächen kontrolliert, Nachmessungen vorgenommen und überprüft, ob das Pflaster fachgerecht eingebaut wurde und die technischen Vorgaben für Tragfähigkeit und Verbund eingehalten sind. Erst wenn alle Nachmessungen und Prüfungen positiv ausfallen, wie Andreas Strauß es formulierte, kann über die Freigabe entschieden werden. Der Prokurist machte deutlich, dass eine vorzeitige Verkehrsfreigabe die gesamte bisherige Arbeit gefährden würde – die Ruhezeit des Pflasters müsse zwingend eingehalten werden, sonst wäre die Investition praktisch umsonst gewesen.
Hintergrund der Baumaßnahme
Die Sanierung der Grabenstraße ist Teil der koordinierten Sommerbaustellen 2026 der Landeshauptstadt Potsdam. Die Stadt plant viele Baumaßnahmen bewusst in den Sommerferien, da der motorisierte Individualverkehr in dieser Zeit durchschnittlich um 20 Prozent zurückgeht. Parallel zur Grabenstraße laufen weitere Großprojekte wie die Arbeiten in der Wublitzstraße oder der Potsdamer Chaussee, um den Verkehr in der übrigen Jahreszeit weniger zu belasten.
Die ausführende ITG Brandenburg ist ein mittelständisches Bauunternehmen mit Wurzeln im ehemaligen Ingenieur-, Tief- und Verkehrskombinat Potsdam und beschäftigt aktuell 50 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat in der Region bereits größere Projekte umgesetzt, darunter die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Brandenburg an der Havel.
Gegen 14 Uhr wird erwartet, dass eine Entscheidung vorliegt, ob und wann die Grabenstraße wieder für den Verkehr freigegeben wird. Die Havelblatt-Redaktion wird am Nachmittag über das Ergebnis informieren.