Drewitz knackt mit 41,5 Grad den deutschen Juni-Hitzerekord
In Drewitz im Landkreis Jerichower Land wurde mit 41,5 Grad Celsius ein neuer deutscher Juni-Hitzerekord aufgestellt. Auch die Magdeburger Wetterstation erreichte mit 40,1 Grad eine historische Marke, während in Bad Bergzabern die wärmste Nacht seit Messbeginn verzeichnet wurde. Meteorologen führen die extreme Aufheizung in der Region auf sandige Böden und eine geringe Vegetationsdecke zurück. Der Deutsche Wetterdienst warnt nun vor schweren Gewittern und gesundheitlichen Belastungen durch die anhaltende Hitze.
Die historische Juni-Hitzewelle hat heute ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der absolut heißeste Ort in Deutschland war heute Drewitz in Sachsen-Anhalt mit einem extremen Spitzenwert von 41,5 °C. Damit wurde der gestern in Saarbrücken-Burbach aufgestellte Allzeit-Junirekord von 41,3 °C direkt noch einmal überboten. Der Ortsteil Drewitz liegt im Landkreis Jerichower Land und gehört zur Stadt Genthin.
Direkt nebenan kam auch die Landeshauptstadt heute massiv ins Schwitzen: Die Wetterstation in Magdeburg registrierte am Nachmittag schweißtreibende 40,1 °C und knackte damit ebenfalls die historisch seltene 40-Grad-Marke. Wie MDR berichtet, ist dieser Wert ein weiterer Beleg für die Intensität der aktuellen Welle. Auch in der vergangenen Nacht gab es einen neuen historischen Rekord für die wärmste Nacht seit Messbeginn: In Bad Bergzabern sank das Thermometer die gesamte Nacht über nicht unter 26,2 °C.
Meteorologische Ursachen und Warnungen
Warum gerade Drewitz so extrem aufgeheizt wird, liegt an der geografischen Lage und den lokalen Gegebenheiten. Die Region Jerichower Land ist bekannt für ihre trockenen, sandigen Böden und eine geringe Vegetationsdecke, was zu extremen Aufheizungswerten führen kann. Diese Bodenbeschaffenheit in der Magdeburger Börde wirkt als typischer Wärmespeicher. Wie Experten erklären, begünstigt diese Kombination aus Bodenart und Lage die Bildung von Hitzeinseln.
Achtung für die kommenden Stunden: Der Deutsche Wetterdienst warnt nach dieser extremen Aufheizung bereits vor schweren Gewittern und Superzellen, die von Südwesten her aufziehen. Solche Superzellen sind besonders intensive Gewitterzellen, die mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einhergehen können und in Deutschland selten, aber gefährlich sind. Die Kombination aus extremen Tageshöchstwerten und tropischen Nächten erhöht zudem das Risiko für gesundheitliche Belastungen, insbesondere für ältere Menschen.