Bus stürzt Wasserleitung in Berlin-Mitte ab
Ein Bus ist in Berlin-Mitte gegen eine provisorische Wasserleitung gefahren, die daraufhin von ihren Stützen gerutscht ist. Die Feuerwehr setzt drei Kräne ein, um das instabile Rohr zu sichern
Eine provisorische, oberirdische Wasserleitung ist am Dienstagvormittag in Berlin-Mitte von ihren Stützen gerutscht. Der Vorfall ereignete sich gegen 10:56 Uhr in der Neustädtischen Kirchstraße unweit der Friedrichstraße. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein Bus der Linie 245 in das dicke Rohr gefahren und hatte es von der Verankerung gestoßen. Die Feuerwehr ist daraufhin mit einem Großaufgebot von 22 Einsatzkräften in Alarmstimmung gerückt, um das Rohr sicher zu bergen.
Da das Gewicht des Wasserrohrs zu groß ist, um es manuell zu bewegen, setzt die Feuerwehr drei große Kräne ein, um die Leitung wieder in ihre ursprüngliche Position zu heben. Ein Sprecher der Einsatzleitung teilte am Mittag mit, dass diese Arbeiten einige Zeit in Anspruch nehmen könnten. Glücklicherweise ist das Rohr nicht auseinandergebrochen, und es besteht aktuell kein Leck, durch das Wasser mit hohem Druck austreten könnte. Dennoch ist die Lage kritisch, da weiterhin eine Einsturzgefahr für einen Abschnitt von rund 200 Metern Länge besteht.
Sperrung und Verkehrsbehinderungen
Das gesamte Einsatzgebiet um die Neustädtischen Kirchstraße wurde weiträumig abgesperrt. Dies führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der zentralen Lage. Für die Buslinie 245, die den Unfall verursacht hat, sowie für den Individualverkehr müssen Umleitungen gefahren werden. Die genauen Sperrzeiten hängen davon ab, wie schnell die Bergungsarbeiten mit den drei Kränen vorankommen. Ob es beim Zusammenstoß zu Verletzungen beim Busfahrer oder bei Passanten kam, war zum Zeitpunkt der Einsatzaufnahme noch nicht abschließend geklärt; die Rettungskräfte konzentrieren sich zunächst auf die Sicherung der instabilen Wasserleitung.
Die Ursache des Unfalls ist noch nicht endgültig aufgeklärt. Die Ermittlungen laufen, um zu klären, ob es sich um einen Fahrfehler, eine Ablenkung oder andere Umstände handelte. Solche provisorischen oberirdischen Leitungen gehören typischerweise zu großen Baustellen, bei denen die unterirdische Infrastruktur noch nicht fertiggestellt oder gesichert ist. Die Frage, wer für die Kosten der Bergung und die Schäden an der Baustelleneinrichtung haftet, wird sich erst nach Abschluss der Unfalluntersuchung klären. Bis das Rohr wieder sicher verankert ist, bleibt der Bereich für die Bevölkerung gesperrt.