Bürgermeister Keip verspricht neuen Pumptrack für junge Biker am Packhof
Bürgermeister Daniel Keip kündigt an, einen professionellen Pumptrack zu bauen, um die von der Entfernung der Bike‑Hügel am Packhof betroffenen Jugendlichen zu unterstützen
„An einer Stelle kollidieren Kinderspielplatz, der kleine Dirtpark und der Havelradweg.“ So lautete das Statement von Oberbürgermeister Daniel Keip, SPD, als er am Montag auf Instagram auf die aktuelle Situation am Packhof einging. Die informell angelegten Bike‑Hügel, die von rund 59 Kindern und Jugendlichen regelmäßig genutzt wurden, sind im Zuge von Bauarbeiten entfernt und an eine andere Stelle versetzt worden. Dort liegt nun fast ausschließlich loser Sand, der für Mountainbikes ungeeignet ist – ein Umstand, der bei den jungen Biker*innen große Enttäuschung auslöst.
Der Unmut wurde zuletzt durch einen Leserbrief von Franziska Jordanov befeuert, in dem sie im Namen ihres Sohnes und seiner Freund*innen die fehlende Trainingsmöglichkeit kritisierte. Ihr 14‑jähriger Sohn startete daraufhin eine Petition für einen offiziellen Bikepark. Innerhalb von drei Tagen sammelte die Initiative über 80 Unterschriften, ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema vielen Jugendlichen am Herzen liegt.
Der Oberbürgermeister versicherte, dass die Stadt an einer dauerhaften Lösung arbeite. Auf Nachfrage betonte er seine Gesprächsbereitschaft und kündigte an, Experten hinzuzuziehen, um die Sicherheitsstandards einer zukünftigen Sportanlage zu gewährleisten. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die derzeitigen Erdwälle am Packhof nur eine Übergangslösung seien, bis ein professioneller Pumptrack realisiert werden könne.
Hintergrund des Packhofs
Der Packhof war 2015 Teil der Bundesgartenschau (BUGA) in der Havelregion, die vom 18. April bis zum 11. Oktober über 177 Tage Besucher anzog. Nach dem Ende der BUGA wurde das Gelände im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens für ein gemischtes Quartier umgestaltet. Die Stadt plant, auf einem Teil des Areals etwa 71 neue Wohnungen sowie öffentliche Grünflächen zu schaffen. Diese langfristige Wohnraumentwicklung steht im Spannungsfeld zu den Freizeitbedürfnissen der jungen Generation.
Stadtplanungen und mögliche Pumptrack
Parallel zur Wohnquartier‑Entwicklung prüft die Stadt Brandenburg an der Havel die Errichtung eines professionellen Pumptracks an einem anderen Standort. Dabei sollen Finanzierung, Standortwahl und konkrete Planung in enger Abstimmung mit den betroffenen Jugendlichen erarbeitet werden. Die Kinder‑ und Jugendbeauftragte Janne Sophie Engeleiter, die seit Juni 2025 im Amt ist, wird als Ansprechpartnerin in den Dialog eingebunden, um sicherzustellen, dass die Wünsche der jungen Biker*innen in die Planung einfließen.
Beteiligte und Ausblick
Oberbürgermeister Daniel Keip, der sein Amt am 2. März 2026 antrat, betont, dass die Stadtverwaltung bereits Gespräche mit regionalen Unternehmern führt, die Erfahrung mit der Realisierung von Pumptracks besitzen. Die Finanzierung soll künftig über kommunale Mittel und mögliche Förderprogramme gesichert werden. Während konkrete Standort- und Zeitangaben noch ausstehen, bleibt das Ziel, den Packhof wieder zu einem Ort zu machen, an dem alle Generationen – von Spielplatzbesuchern über Radfahrer des 371 km langen Havelradwegs bis hin zu den jungen Biker*innen – ihren Platz finden.
Die Havelblatt‑Redaktion wird die weitere Entwicklung beobachten und über neue Schritte berichten, sobald die Stadt konkrete Zusagen machen kann. Bis dahin bleibt die Hoffnung, dass die Jugendlichen nicht übergangen werden und ihre Leidenschaft für den Bikesport bald wieder in einer sicheren, dauerhaften Anlage ausleben können.