Bürger planen grüne Neugestaltung der Steinstraße und des Neustädtischen Marktes
Bürger*innen diskutierten am 19. Juni über grüne Neugestaltung der Steinstraße und des Neustädtischen Marktes, wobei Grünflächen und Aufenthaltsbereiche im Vordergrund standen
Die Bürgerveranstaltung „Brandenburg an der Tafel – Ideen für die Steinstraße“ fand am 19. Juni 2026 um 16 Uhr im Büro der Krekeler Architekten Generalplaner GmbH, Steinstraße 66/67, statt. Organisiert wurde sie vom BDA‑Landesverband Brandenburg und dem Förderverein Baukultur Brandenburg. Die Veranstaltung wurde von Havelblatt berichtet.
Veranstaltung und Beteiligte
Im Zentrum der Veranstaltung stand ein großformatiges Modell der Steinstraße mit dem angrenzenden Neustädtischen Markt. An mehreren Schautafeln konnten die Teilnehmenden ihre Vorschläge direkt am Modell anbringen. Die Diskussion drehte sich vor allem um Fragen wie: Wie soll die Steinstraße künftig aussehen? Welche Nutzungskonzepte passen zum Neustädtischen Markt? Die Gespräche waren lebhaft und zeigten ein breites Spektrum an Ideen, von neuen Grünflächen bis hin zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen.
Historischer Kontext des Neustädtischen Marktes
Der Neustädtische Markt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im 14. Jahrhundert stand hier das mittelalterliche Neustädtische Rathaus, dessen gotische Rückwand nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erhalten blieb. Nach dem Krieg diente das Areal zunächst als Parkplatz. 1996 wurde ein Bauvorhaben für die sogenannte „Rathausgalerie“ gestartet, das jedoch 2002 eingestellt wurde. Seitdem wird der Platz vorwiegend als Markt‑ und Parkplatzfläche genutzt, was die aktuelle Debatte um eine Umgestaltung besonders relevant macht.
Bürgermeinungen und nächste Schritte
Die Mehrheit der Teilnehmenden sprach sich für mehr Grün‑ und Aufenthaltsqualität aus. Plätze zum Verweilen, Sitzgelegenheiten und begrünte Aufenthaltsbereiche standen im Vordergrund, während nur ein Besucher den Wunsch nach einer Tiefgarage äußerte. Eine umfangreiche Bebauung des Platzes wurde kaum gefordert. Die Veranstalter beabsichtigen, die Ergebnisse der Veranstaltung in Kürze auszuwerten.
Der BDA‑Landesverband Brandenburg ist ein eingetragener Verein mit rund 51 Architekt*innen‑Mitgliedern; sein Vorstand, darunter Vorsitzender Philipp Jamme, arbeitet an städtebaulichen Projekten in der Region.
Der Förderverein Baukultur Brandenburg, gegründet am 18. Februar 2020, unterstützt die Baukulturinitiative Brandenburg und vernetzt Akteur*innen aus Architektur, Stadtplanung und öffentlicher Verwaltung, um nachhaltige Entwicklungsstrategien zu fördern.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die Bürger*innen der Stadt Brandenburg an der Havel ein starkes Interesse an einer lebendigen, grünen Gestaltung des Neustädtischen Marktes haben. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in den kommenden Wochen veröffentlicht, um die Diskussion zu unterstützen.