68-Jähriger in Bohnsdorf von eigenem Auto überrollt

Ein 68-Jähriger wurde in Berlin-Bohnsdorf von seinem eigenen Auto überrollt, nachdem das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache rückwärts rollte und er schwere Verletzungen erlitt

68-Jähriger in Bohnsdorf von eigenem Auto überrollt
Symbolfoto · Foto: Anthony Maw / Unsplash

Ein 68-jähriger Mann musste am Dienstagabend in Berlin-Bohnsdorf mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Unfall ereignete sich gegen 20:20 Uhr in der Gebrüder-Hirth-Straße, als der Mann aus seinem Fahrzeug stieg und das Auto aus ungeklärter Ursache rückwärts zu rollen begann.

Der Senior war gerade aus dem Fahrzeug ausgestiegen und befand sich hinter dem Wagen, als sich dieses plötzlich in Bewegung setzte. Das Fahrzeug überrollte den Mann und beschädigte im Anschluss zwei weitere geparkte Autos, bevor es zum Stillstand kam. Die Berliner Polizei bestätigte den Vorfall und übernahm die Ermittlungen.

Einsatz von Notarzt und Rettungswagen

Der 68-Jährige wurde zunächst von einem Notarzt direkt am Unfallort medizinisch versorgt. Anschließend erfolgte der Transport mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo der Mann stationär aufgenommen wurde. Laut den derzeitigen Erkenntnissen der Polizei besteht für den Verletzten keine Lebensgefahr. Die genauen Umstände, die zum ungewollten Rückwärtsrollen führten, werden noch untersucht.

Ursachenforschung und typische Risiken

Solche Unfälle passieren in der Regel, wenn Fahrer den Gang nicht korrekt einlegen, die Handbremse nicht gezogen haben oder durch technische Defekte das Fahrzeug unkontrolliert rollt. In der Unfallforschung gelten Rückwärtsunfälle mit Fußgängern als ein oft unterschätztes Risiko, da die Sicht nach hinten beim Rangieren häufig eingeschränkt ist. In Berlin werden jährlich hunderte Parkunfälle registriert, wobei ein signifikanter Anteil auf solche Rangiermanöver zurückzuführen ist.

Ermittlungen durch Spezialisten

Die Aufarbeitung des Vorfalls wurde von einem Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost) übernommen. Die Beamten prüfen nun, ob es sich um ein reines technisches Unglück oder um ein fahrlässiges Verhalten handelt. Während solche Vorfälle oft als menschliches Versagen oder technisches Versagen eingestuft werden, kann die rechtliche Einordnung von den spezifischen Details des Einzelfalls abhängen.