35 Jahre Städtebauförderung im Rolandzimmer des Rathauses in Brandenburg an der Havel zu sehen
Die Ausstellung „35 Jahre Städtebauförderung" ist ab sofort im Rolandzimmer des Altstädtischen Rathauses in Brandenburg an der Havel zu sehen und dokumentiert den städtebaulichen Wandel seit 1991
Seit 35 Jahren ist die Städtebauförderung ein entscheidender Motor für die Entwicklung Brandenburgs an der Havel. Ab sofort können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung „35 Jahre Städtebauförderung“ im Rolandzimmer des Altstädtischen Rathauses besichtigen. Bis zum 11. August 2026 bietet die Schau dort einen umfassenden Einblick in den städtebaulichen Wandel der letzten drei Jahrzehnte und würdigt den Beitrag der öffentlichen Hand zur Gestaltung der Havelstadt.
Die Ausstellung dokumentiert die gemeinsame Arbeit von Bund und Land, die seit 1991 insgesamt 4,1 Milliarden Euro in die Städtebauförderung in Brandenburg investiert hat. Von diesen Mitteln haben 401 Kommunen profitiert. Ein besonders beeindruckender Aspekt ist der wirtschaftliche Hebel-Effekt: Jeder öffentliche Euro zieht im Durchschnitt sieben Euro an privaten Investitionen nach sich. Dieser Multiplikator unterstreicht die Effizienz der Fördermittel und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Stabilität der Regionen.
Wandel der Förderprogramme
Die Ausstellung macht deutlich, wie sich die Schwerpunkte der Stadtentwicklungspolitik über die Jahre verschoben haben. Aktuell stützt sich die Förderung auf drei zentrale Programme: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Das Programm „Lebendige Zentren“, das 2020 aus der Zusammenführung der früheren Programme „Aktive Stadtzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ entstand, setzt dabei verstärkt auf Klimaschutz als Fördervoraussetzung.
Anhand großer Aufsteller und anschaulicher Beispiele wird gezeigt, wie Brandenburg an der Havel konkret von diesen Maßnahmen profitiert hat. Historische Bauwerke wurden bewahrt, öffentliche Räume neu gestaltet und lebenswerte Quartiere geschaffen. Die Ausstellung verdeutlicht, dass die Städtebauförderung nicht nur Baulichkeiten erhält, sondern auch neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders schafft.
Landesweite Tour und weitere Termine
Die Schau in Brandenburg an der Havel ist Teil einer größeren landesweiten Pop-up-Reihe, die bereits Stationen in Potsdam, Neuruppin, Cottbus und Eberswalde gemacht hat. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung fand bereits am 30. Mai 2026 statt.
Nach dem Aufenthalt im Rathaus wird die Ausstellung ihre Reise fortsetzen. Ab Mitte August bis Ende September 2026 ist sie in der Domkapelle zu sehen. Dort erhalten Interessierte die Möglichkeit, die Ergebnisse der letzten 35 Jahre in einem weiteren historischen Kontext zu betrachten. Der Eintritt zur Ausstellung ist in beiden Locations frei.