Zwei Verletzte bei eigenem Löschversuch nach Wohnungsbrand in Westerhüsen
Beim Versuch, einen Wohnungsbrand in Magdeburg-Westerhüsen selbst zu löschen, zogen sich zwei Personen Verletzungen zu und die Erdgeschosswohnung ist unbewohnbar
Wohnungsbrand in Westerhüsen: Zwei Verletzte nach eigenmächtigen Löschversuchen
Bei einem Wohnungsbrand in Magdeburg-Westerhüsen sind am Dienstagmorgen, den 13. Juli 2026, zwei Menschen verletzt worden. Die beiden Personen hatten versucht, das Feuer, das in einer Erdgeschosswohnung ausgebrochen war, eigenständig zu löschen, bevor die Feuerwehr eintraf. Gegen 8.30 Uhr wurde die Einsatzleitung über den Brand alarmiert. Als die ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr am Einsatzort in der Nähe der Straße Alt Westerhüsen eintrafen, war bereits dichter Rauch aus dem Erdgeschoss sowie teilweise aus dem ersten Obergeschoss des Wohnhauses zu sehen.
Die Einsatzkräfte begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten und konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Anschließend wurde das Gebäude umfassend belüftet, um die Rauchgase zu entfernen. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich zwei Personen im betroffenen Bereich. Beide hatten zunächst versucht, das Feuer selbst zu bekämpfen, was zu ihren Verletzungen führte. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurden sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Ihre Identität wurde von der Polizei bisher nicht bekannt gegeben.
Großeinsatz und Sperrung der Straße
Die Wohnung im Erdgeschoss ist nach dem Brand unbewohnbar. Während der gesamten Einsatzzeit musste die Straße Alt Westerhüsen in Fahrtrichtung stadteinwärts gesperrt werden, um den Rettungswegen und den Löscharbeiten freien Raum zu geben. Insgesamt waren rund 32 Einsatzkräfte im Einsatz. Dazu gehörten Kräfte der Berufsfeuerwehr Magdeburg sowie der Freiwilligen Feuerwehr Süd-Ost. Die Freiwillige Feuerwehr Süd-Ost ist eine von neun Stadtteilwehren in der Landeshauptstadt und stützt sich auf mehr als 300 ehrenamtliche Mitglieder, die im Ernstfall schnell vor Ort sind.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Brandes aufgenommen. Ein konkreter Auslöser steht derzeit noch nicht fest. In der Vergangenheit waren in Magdeburg Wohnungsbrände häufig auf Küchenunfälle oder technische Defekte an Elektrogeräten zurückzuführen, die oft in den frühen Morgenstunden ausbrachen. Sollte sich herausstellen, dass Fahrlässigkeit oder gar Brandstiftung vorliegen, könnten strafrechtliche Konsequenzen folgen. Die Ermittlungen dauern an.