Sparda‑Bank entfernt Selbstbedienungsterminal am Marktplatz Kirchmöser im Rahmen flächendeckenden Abbaus
Die Sparda‑Bank hat das Selbstbedienungsterminal am Marktplatz Kirchmöser abgebaut – ein Schritt im flächendeckenden Abbau aller KSB‑ und KAD‑Geräte, der bis Herbst 2026 abgeschlossen sein soll
Das Selbstbedienungsterminal der Sparda‑Bank am Marktplatz in Kirchmöser ist plötzlich verschwunden. > „Ich wollte dort eine Überweisung tätigen und stehe nun vor dem Nichts. Sang‑ und klanglos ist das Terminal verschwunden und ich muss nach Brandenburg in die Steinstraße fahren.“ – Sylvelin, Havelblatt‑Leserin
Auf Nachfrage der Havelblatt‑Redaktion bestätigte die Sparda‑Bank, dass das Gerät im Zuge eines flächendeckenden Abbaus entfernt wird. Marnie Gräber, Pressesprecherin der Bank, erklärte, dass die Selbstbedienungsterminals (KSB) und die Kontoauszugsdrucker (KAD) schrittweise abgebaut werden und der Vorgang bis spätestens Oktober 2026 abgeschlossen sein soll. „Das Bankgeschäft wird digitaler und wir passen uns diesem Wandel an“, betonte Gräber.
Hintergrund des Geräteabbaus
Der Hersteller der KSB‑ und KAD‑Geräte hat die Produktion bereits im Jahr 2024 eingestellt. Dadurch sind Ersatzteile nur noch eingeschränkt verfügbar, was den fortlaufenden Betrieb der Terminals unhaltbar macht. Die Sparda‑Bank Berlin eG hat daraufhin beschlossen, die Geräte in allen Filialen schrittweise zu entfernen. Der Zeitplan sieht vor, dass nach einer Ankündigungsphase im Jahr 2025 die Abschaltung bis zum Herbst 2026 – konkret bis Oktober 2026 – vollzogen wird.
Angebote für Kunden ohne Terminal
Kunden, die bislang auf das Terminal angewiesen waren, erhalten weiterhin Zugang zu ihren Kontodaten über die Geldautomaten am Standort. Dort können Kontostand und Überweisungen der letzten drei Monate eingesehen werden. Im Rahmen des kostenfreien Plus‑Pakets stellt die Bank Kontoauszüge und Überweisungsvorlagen per Post zu. Der telefonische Kundenservice steht werktags von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung, und es werden regelmäßig Schulungen zur SpardaBanking‑App sowie zum Online‑Banking angeboten. Laut Gräber ändern sich weder die Öffnungszeiten noch das Beratungsangebot oder das Personal an den Filialen.
Regionale Bedeutung der Sparda‑Bank Berlin
Die Sparda‑Bank Berlin eG ist eine genossenschaftliche Privatkundenbank, die am 22. Mai 1990 als Nachfolgerin der ehemaligen Reichsbahn‑Sparkasse der DDR gegründet wurde. Heute betreibt sie 59 Geschäftsstellen und 17 SB‑Center in Berlin, Brandenburg und den neuen Bundesländern. Am Standort Brandenburg zählen die Bank nach eigenen Angaben rund 2 400 Kundinnen und Kunden, von denen knapp zwei Drittel bereits Online‑Banking nutzen.
Damit bleibt das Angebot für die „Offline‑Kundschaft“ erhalten, während die Bank gleichzeitig den digitalen Wandel vorantreibt und ihre Serviceleistungen weiter ausbaut.