SEKIZ Potsdam lädt zum zweiten Mal zur Suchtpräventions-Party Trocken Rocken im FH-Casino
Das Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum SEKIZ Potsdam lud am 19. Juni zum zweiten Mal zur Suchtpräventions-Party „Trocken Rocken“ ins Kasino der Fachhochschule Potsdam ein. Unter dem Motto „Trocken Rocken goes Funky“ boten die Band „Ottos Apfel“ und weitere Künstler ein Programm, das Lebensfreude ohne Alkohol und Drogen erlebbar machte. Zahlreiche Initiativen wie das Lotsennetzwerk und die „Alkoholfreie Kasse“ nutzten die Veranstaltung, um auf ihre Arbeit hinzuweisen und zu zeigen, dass soziale Zusammenkünfte auch ohne Suchtmittel gelingen können.
Ein Fest der Lebensfreude ohne Suchtmittel
Am 19. Juni verwandelte sich das Kasino der Fachhochschule Potsdam in eine bunte Bühne für ein Leben ohne Alkohol und Drogen. Zum zweiten Mal lud das Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum SEKIZ aus Potsdam zu seiner „Trocken Rocken“-Party ein. Das diesjährige Motto „Trocken Rocken goes Funky“ versprach eine flippige Atmosphäre, die sich sowohl musikalisch als auch künstlerisch durch ausgefallene Akzente auszeichnete. Trotz der extremen Hitze von 36 Grad Außentemperatur, die die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr 2024 etwas dämpfte, zeigten sich die Anwesenden begeistert von der positiven Stimmung.
Musik, Kunst und Mitmach-Aktionen
Das Programm bot eine vielfältige Mischung aus Unterhaltung und Aufklärung. Musikalisch sorgte die Band „Ottos Apfel“ für Stimmung; die bekannte Punk-Pop-Gruppe aus Hamburg begeisterte das Publikum mit ihrer energiegeladenen Bühnenpräsenz und humorvollen Texten. Ergänzt wurde das Angebot durch den SynthPopTroubadour, der mit coolen Texten und mitreißenden Beats für chillige Rhythmen sorgte. Auch künstlerisch war das Event geprägt von Kreativität: Das AWO Living Museum präsentierte zahlreiche interessante, handgefertigte Kunstobjekte, die oft als Ausdruck der Verarbeitung von Suchterfahrungen entstehen.
Neben den musikalischen Highlights stellten sich diverse Initiativen und Gruppen an eigenen Ständen vor. Dazu gehörten die AWO Potsdam, verschiedene Suchtselbsthilfegruppen sowie das Chillout-Projekt. Besonders das Lotsennetzwerk der Beratungs- und Lebenshilfe für Suchtkranke (BLS) war mit einer eigenen Aktion vertreten, um auf seine Arbeit aufmerksam zu machen.
Warum das Event wichtig ist
Die Bedeutung solcher Veranstaltungen liegt für viele Teilnehmer in der Möglichkeit, soziale Situationen ohne den Druck von Alkohol zu erleben. Griselde und Franz vom Lotsennetzwerk betonten an ihrem Stand, wie schwierig es für Menschen mit Suchterfahrung ist, auf normalen Partys und Festen immer wieder mit Alkohol konfrontiert zu werden. Sie sahen in „Trocken Rocken“ den Beweis, dass man auch ohne Suchtmittel eine gute Zeit haben kann, und wollten diese Botschaft weitergeben.
Auch die Initiative „Alkoholfreie Kasse am Supermarkt“ war mit dabei, um auf die Problematik des Impulskaufs von Alkohol an der Supermarktkasse hinzuweisen. Philipp, der Vertreter der Alkoholfreien Kasse, erklärte, dass sie teilnahmen, um auf diese Thematik aufmerksam zu machen und weil die Community hier einfach toll sei. Rhobbin, der Selbsthilfesänger, fasste die Stimmung zusammen: „Trocken Rocken ist ein Superevent – ganz im Sinne der Selbsthilfe.“
Ein etablierter Akteur in Potsdam
Hinter dem erfolgreichen Event steht das SEKIZ Potsdam, das bereits 1992 gegründet wurde und sich seitdem als zentrale Anlaufstelle für Suchtprävention und Selbsthilfe in der Region etabliert hat. Die Fachhochschule Potsdam unterstützt solche sozialen Vorhaben regelmäßig, indem sie mit ihrem Kasino Räume für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung stellt. Durch die Zusammenarbeit von Institutionen, Initiativen und Künstlern konnte auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen gegen Sucht und für eine offene Gemeinschaft gesetzt werden.